Gesellschaft

Bewertungen im Internet

Seit Etablierung des Web 2.0 – damals auch als Mitmach-Internet propagiert – sind Bewertungen im Internet zu einer festen Größe geworden. Inzwischen gibt es zahlreiche Internetportale, Verzeichnisse und Verkaufsplattformen, wo eine Bewertung von Firmen, Produkten und Dienstleistungen ein zentraler Bestandteil ist. Beispiele sind neben Google und Amazon unter anderem Yelp, Booking, Kununu und Jameda. Außerdem noch eine ganze Reihe weitere, darunter auch Nischenanbieter, z.B. zur Bewertung von Rehakliniken, etc.

Allen diesen Orten der Bewertung im Internet ist gemein, dass man dort Weiterlesen

Tools & Technik

An der Kante entlang ziehen

Warum nicht einmal die Kaffeetasse oder den Frühstückstisch aus der Froschperstektive filmen, so wie ihn ein Spatz sehen würde, der auf der Tischkante sitzt. Und vielleicht zusätzlich noch eine Kamerafahrt simulieren. Der Spatz läuft … Wie das geht, seht ihr in diesem 6-Sekunden-Video. Erforderlich ist nur eine übliche Stativhalterung, die vielleicht schon vorhanden ist und nicht unbedingt so wie die abgebildete aussehen muss. Die improvisierte Lösung besteht aus einem Holzklotz (z.B. aus dem Kinderbaukasten) und einem kräftigen Gummiband, mit dem der Klotz am Smartphone befestigt wird und so seine stabile Anlage bildet, mit der das Smartphone ähnlich wie mit der Stativhalterung verwackelungsfrei über die Tischkante geführt werden kann.

Probiert es aus und filmt euren Burger einmal in der Perspektive eines Spatzes — oder Frosches.

Tools & Technik

Kabeltausch

magsave-macbook-powesupply

MagSave-Kabel eines Apple-MacBook-Netzteils austauschen

Mein MacBook Pro von 2010 kommt gewiss langsam in die Jahre. Trotzdem ist es immer noch mein liebstes Notebook. Allein der Stecker des Netzteils machte es irgendwann im letzten Jahr nicht mehr, weswegen ich ihn erst mal funktional einwandfrei, optisch jedoch notdürftig repariert hatte. Eigentlich plante ich, ein neues Netzteil zu kaufen, das es ja im Internet günstig zu kaufen gibt. Während der Suche traf ich jedoch auf ein Ersatzkabel, zu einem Preis, zu dem man hier in Berlin-Mitte keine zwei Latte Macchiato bekommt. Also bestellt. Wenn es nicht funktioniert, trinke ich zwei Kaffee weniger und kaufe ein neues Netzteil.

Am Freitag Nachmittag dann die Bastelstunde. Ich habe ein Video daraus gemacht, was freilich nicht das einzige zu diesem Thema „MagSave-Kabeltausch des MacBooks-Netzteils“ ist, sondern ein weiteres. Mit etwas kontrolliert roher Gewalt, einem Lötkolben und Sekundenkleber ist der Kabeltausch schnell erledigt. Wie genau, das sehen Sie im Video:

Hier zum Video!

Design & Typo

graftypo in super

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An diesem Wochenende war ich in Weimar. Der Buchstaben wegen. Nein nicht der von Goethe und Schiller, sondern ich war beim dritten Walbaum-Wochenende der Pavillon-Presse, einem kleinen Druckkunst-Museum in Weimar. Benannt nach Justus Erich Walbaum, dem Gestalter und Schriftgießer der klassizistischen Antiqua, die seinen Namen trägt. Also nicht nur die Herren G. und Sch. hatten es in Weimar mit Buchstaben.

Das Walbaum-Wochenende bestand aus Vorträgen und Diskussionen zum Thema Schrift in der DDR. Heute haben wir dann noch ein Plakat gedruckt und gesetzt.

graftypo in super?– Na klar, gesetzt in der Schrift Super Grotesk. Immer und immer wieder wurde sie verwendet, bis zur Wende. In der alten BRD gab es sie nicht. Laien halten sie ohnehin für eine Futura. Es ist quasi die DDR-Futura. Darüber und über DDR-Typo demächst noch ein ausführlicher Beitrag hier im Blog.

Freilich können Sie auch in graftypo ist super korrigieren. Die Bedeutung ist dann eine ganz andere, aber doch ebenso zutreffend ;)))

Design & Typo · Tools & Technik

Papiertüte falten

klotzbodenbeutel

Hier möchte ich ein Video-Tutorial vorstellen, in dem ich zeige, wie man eine Papier-Tragetasche, vulgo Papiertüte, falten kann.

Diese Tüten nennt man auch Klotzbodenbeutel, und viele haben sich schon über diesen Begriff gewundert, steht er doch bei bestimmten Supermärkten auf dem Kassenzettel, wenn man sich für ein paar Cent eine ganz normale, braune Papiertüte zum Transport des Einkaufs geben lässt.

Tüten basteln ist nun nicht wirklich mein Metier, aber ich kenne – wie das im grafischen Gewerbe so ist – die üblichen Vepackungen ganz gut. So auch den Klotzbodenbeutel. Bitte mit einem L nach dem K schreiben! Vor ein paar Tagen besuchte ich eine Veranstaltung, auf der jemand zeigte, wie man mit ein paar Knicken schnell einen Bogen Papier in eine professionell anmutende Papiertüte, einen Klotzbodenbeutel, verwandelt. Gut, das kannte ich schon. Ich habe es vor vielen Jahren gelernt. Jetzt habe ich ein Video dazu erstellt, weil in diesem Blog – man würde es nie vermuten – der Beitrag über Tischaufsteller, der am meisten aufgerufene ist. Warum so viele Menschen nach Tischaufstellern suchen und Tischtaufsteller basteln wollen? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht wollen sie auch Tüten herstellen?

→Zur Anleitung auf Youtube

Die Tüte kann aus jeder Art von Papier gefaltet werden. Aus alten Plakaten werden so schnell individuelle Geschenkverpackungen. Genauso gut kann man zum Beispiel alte Druckbögen, Kalenderblätter, Tapetenreste oder einfach nur buntes Papier verwenden. Viel Spaß beim Tüten falten.

Gesellschaft

Im Vortrag in der ersten Reihe …

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8 Gründe, im Vortragsraum vorn zu sitzen.

Letztens besuchte ich eine Veranstaltung mit mehreren Vorträgen. Ich freute mich auf interessante Referenten und Themen, was eigentlich normal ist bei einer Veranstaltung, die ich intrinsisch motiviert aus Interesse besuche. Wir waren etwas zu früh. Im Vortragsraum saßen gerade mal eine Handvoll Menschen. Freie Platzwahl also. „In die erste oder in die zweite Reihe?”, sagte ich fragend zu meiner Begleitung. Nein, das wäre viel zu weit vorn. Nach einigem hin und her und nachdem ich erklärt hatte, dass es für mich gute Gründe gibt, vorn zu sitzen, zogen wir in die zweite Reihe.

Das Phänomen, dass sich Zuhörer möglichst weit weg vom Referenten hinsetzen, ist bekannt. Wirkliche Gründe dafür konnte ich in meiner kurzen Internet-Recherche zu diesem Thema nicht finden. Bemerkt und diskutiert wird es aber durchaus, zum Beispiel hier oder hier.

„Vorn sitzen die Streber”, heißt es in einem Thread des Internet-Portals gutefrage.net. Ist es ein Trauma der Schulzeit, das Menschen dazu bewegt, sich im Vortragsraum so hinzusetzen, dass sie weder optimal den Redner noch seine Präsentation wahrnehmen können. Das ist doch widersinnig. Oder verkriechen sie sich auf auf die hinteren Plätze, um den Vortragenden nicht abzulenken, ihm gegenüber gar nicht in Erscheinung zu treten und ihn in ein Loch reden zu lassen. Das ist genau so widersinnig, schließlich hält er den Vortrag für sein Publikum, freiwillig und mit Motivation (vom Vortrag stotternder Examenskandidaten einmal abgesehen). Was gibt es also für einen Grund, sich bewusst auf Abstand hinten hin zu setzen? Oder in die unscheinbare Mitte, dort, wo man später, wenn sich der Vortragsraum gefüllt hat, vielleicht von raumgreifenden Menschen umringt ist, die einem die Luft zum Atmen, mindestens aber die Sicht nehmen. Mein Platz ist dort nicht. Rational gibt es keinen Grund für dieses Dahintenhocken. Es sei denn, Sie wollen untertauchen. Nur, ein Vortrag ist kein guter Ort dafür. Ein dunkles Kino oder Theater wäre dafür doch der bessere Ort.

Habe ich die Platzwahl, ist die erste oder die zweite Reihe meine – und vielleicht demnächst auch Ihre, nachdem Sie meinen Text gelesen haben. Im Hörsaal mit einer tribünenartigen Bestuhlung wird es nicht die erste oder zweite sein, dort aber bevorzugt immer die Reihe, in der ich auf Augenhöhe mit dem Referenten sitze. Vorn ist mein Platz jedoch immer, denn dafür gibt es gute Gründe. Zusammengefasst:

1.

Wenn ich eine Veranstaltung freiwillig und aus Interesse besuche, möchte ich möglichst viel davon mitnehmen und dem Vortrag sowie der digitalen Präsentation optimal folgen können. Das funktioniert vorn besser.

2.

Sitzt man näher am Geschehen, bekommt man in der Regel mehr Details mit. Auf hinteren Plätzen ist das suboptimal. Kleine Schrift einer Präsentation kann manchmal nur schwer entziffert werden. Allgemein ist der Konzentrationsaufwand hinten höher, vor allem, wenn der Vortragsraum gut besetzt ist.

3.

Große Menschen, die vor mir sitzen, versperren mir die Sicht zum Redner und zu den Details am unteren Rand einer Bildschirmpräsentation, manchmal auch zu beidem.

4.

Störgeräusche (welcher Art auch immer: in der Tasche kramen, flüstern, hin- und herrutschen) sind erfahrungsgemäß im mittleren und hinteren Bereich eines Vortragsraums viel größer als vorn.

5.

Habe ich nach dem Vortrag eine Frage oder Anmerkung und möchte Kontakt mit dem Vortragenden aufnehmen, ist der Weg kürzer, wenn ich vorn sitze. Ich bin näher dran und schneller im inneren Kreis der Fragenden. – Oder ist das schon „Streber“? Egal, ich habe den Ehrgeiz, dem Vortrag gut folgen zu können und ggf. auch mit dem Referenten und anderen in Diskussion darüber zu treten.

6.

Auf Veranstaltungen, auf denen man sich in irgendeiner Weise, vielleicht auch nur vom Sehen, kennt, nimmt das Publikum sich natürlich gegenseitig war. Der Platz in der grauen Menge der Mitte oder in der vorletzten Reihe ist dann suboptimal.

7.

Verteilte Handouts erreichen die letzte Reihe manchmal gar nicht mehr. Entweder weil es nicht genug sind, oder weil sie vorher steckenbleiben. Griffmuster und Demo-Modelle kommen hinten erst an, wenn der Vortragende thematisch längst woanders ist.

8.

Du bist, wo du sitzt. Das gilt nicht nur im Meeting, sondern auch im Vortragsraum – und allgemein in jedem Publikum. Aus eigener Erfahrung: Setze ich mich in die erste oder zweite Reihe, werde ich viel eher als interessiert und dazugehörig wahrgenommen, wodurch sich positive Nebeneffekte ergeben. Der Kontakt zum Referenten ist schneller und besser, andere Zuhörer kommen eher und schneller auf mich zu, um sich zum Beispiel zu vernetzen oder nur ein paar Smalltalk-Worte zu wechseln. Ein Glas habe ich auch meist schneller in der Hand als Hinterbänkler, vermutlich, weil ich von den Damen mit den Sekt-und-Saft-Tabletts schneller und deutlicher wahrgenommen werde.

Acht gute Gründe also, nicht nur bei ARD und ZDF vorn zu sitzen, sondern auch im Vortragsraum.

Quelle und Urheber des Bildes:
Blick in den Vortragsraum der Stiftung Demokratie Saarland Architektur & Interior Design: Wolfgang Rost, Dipl.-Ing.

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Neue Rubrik:
Der Tag im Bild

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Der Tag im Bild. So heißt die neue Rubrik der Netznotizen. Die Idee dazu habe ich schon länger, umgesetzt habe ich sie erst in der letzten Woche. Es geht um folgendes: Seit ich aktiv Smartphones nutze, fotografiere ich recht viel damit. Tonnen von Fotos sammeln sich inzwischen auf meiner Festplatte, und es werden täglich mehr. Oft sind es Motive, die ich aus irgendwelchen Gründen – meist, weil ich dem Motiv im Moment des Fotografierens eine Bedeutung beimaß oder einfach nur die Situation, den Ort und in der Rückschau auch den Zeitablauf bildlich festhalten wollte.

Was mache ich nun mit all den Bildern? Diese Frage stellte ich mir schon öfter. Natürlich, ich könnte sie bei Twitter, Facebook oder Instagram einstellen, vielleicht auch bei Ello. Das tue ich auch, manchmal öfter, machmal in Maßen. Instagram ist eher für schöne Fotos gedacht, während bei Twitter und Facebook zu viele Bilder die Timeline zumüllen. Außerdem hoste ich meine Fotos am liebsten selbst im Netz.

Der Tag im Bild zeigt Fotos, die an einem Tag entstanden sind. Es ist weder an jedem Tag die gleiche Anzahl, noch veröffentliche ich jeden Tag Bilder. Nach und nach entsteht jedoch eine kleine Chronik. Grob betrachtet, steckt in Der Tag im Bild die Idee von #12von12. Nur nicht am 12., nicht 12 Bilder und nicht bei Instagram.

Einige Fotos werde ich wie bisher auf Twitter, Facebook und Instagram posten, zudem auch die Links zu den Der-Tag-im-Bild-Beiträgen hier. Seien Sie gespannt.

Der Tag im Bild. Hier. Oder über das Hauptmenü.

 

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