Tools & Technik

Foto-Transfer zwischen verschiedenen Betriebssystemen

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Bilder zwischen den Apple, Android und Windows übertragen. 

Heute stelle ich eine App vor, mit der man schnell und unkompliziert Fotos zwischen Geräten mit iOS-, Android-, MacOS- und Windows-Geräten übertragen kann.

Zehntausende von Digitalfotos haben sich in den letzten Jahren bei mir angesammelt. Inzwischen ist das iPad – neben einer mobilen Festplatte, die als Foto-Archiv dient und natürlich der Apple-Time-Machine – zu meiner zentralen Foto-Sammelstation geworden. Auf dem iPad sammle ich zuerst alle Fotos, bevor ich die weniger interessanten oder doppelten später wieder lösche, nachdem ich alle Bilder auf die Archiv-Festplatte, also quasi ins Archiv geschickt habe. Der Grund für das zentrale Sammeln auf dem iPad liegt darin, dass ich 95% aller Bilder dort kurz nachbearbeite und nicht mehr mit dem MacMacBook oder Desktop-PC. (Die restlichen 5 % sind dann die »schweren Fälle«, die umfassendere Korrekturen benötigen oder aufwändige Composings aus mehreren Bildelementen.)

Fotos mache ich entweder mit meiner digitalen Spiegelreflexkamera oder mit meinen Smartphones (iPhone und außerdem noch ein Samsung Galaxy Note), manchmal auch mit dem iPad selbst. Also müssen die Bilder aus der Spiegelreflexkamera und vom iPhone und Android-Smartphone möglichst schnell auf das iPad und manchmal auch auf ein MacBook übertragen werden. Aus der Spiegelreflexkamera übertrage ich sie direkt per Adapter zum iPad, in den die SD-Speicherkarte eingesteckt wird. Eine WLAN-Übertragung wäre freilich schön, funktioniert mit meiner alten Nikon D90 aber leider nicht. Für den Transfer vom iPhone und vom Samsung Galaxy nutze ich inzwischen die Photo Transfer App. Mit dieser App kann man schnell Fotos zwischen iOS- und Android- Geräten hin- und herübertragen oder vom iOS- oder Android-Gerät zum bzw. vom Notebook oder PC. Für den Transfer muss auf beiden Geräten die Photo Transfer App vorhanden und gestartet sein, und schon kann die Übertragung starten. Die App gibt es folglich als iOS- und als Android-Version. Für die Übertragung von oder zum Notebook oder PC wird dort eine spezielle URL eingegeben, über die sich der Computer mit der App verbindet. Der Transfer ist unkompliziert, Voraussetzung ist jedoch, dass beide Geräte im gleichen WLAN sind.

Insgesamt ist die Photo Transfer App eine ziemlich komfortable Lösung, mit der man Fotos unterwegs schnell vom Smartphone aus auf ein anderes Gerät bekommt, vor allem, wenn man Fotos zwischen den verschiedenen Betriebssystem-Welten (iOS, Android, MacOS, Windows) übertragen möchte und nicht einfach nur platt alle Fotos synchronisieren möchte.

Bevor ich mein Samsung Galaxy mit Android bekam, hatte ich nur iOS-Geräte im Einsatz und habe für den Foto-Transfer die Image Transfer App verwendet, die es jedoch nur für iOS gibt. Wenn die Übertragung zu Android-Devices kein Thema ist, ist es eine Alternative zur hier vorgestellten App. Freilich kann man zwischen iOS Geräten die Fotos auch über die Fotomediathek synchronisieren, jedoch gefiel mir das nie, da ich gerne selbst bestimmen möchte, welche Fotos auf meinen Geräten sind und welche eben nicht.

Tools & Technik

Macbook-Tastatur und iPhone koppeln

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Wenn ich unterwegs bin und an wechselnden Arbeitsplätzen sitze, arbeite ich meist mit meinem MacBook und daneben liegt das iPhone. Statusmeldungen sende ich dann meist vom iPhone. In der Regel diktiere ich per Siri und kann so schnell die 140 Zeichen oder mehr absenden. Manchmal funktioniert das jedoch nicht, weil zum Beispiel jemand anders im Raum ist, den mein Diktat stören würde, oder auch, weil ich eine längere E-Mail diktiert habe, die etwas aufwändiger nachkorrigiert werden muss. Für diese Fälle habe ich im Home-Office ein Bluetooth-Keyboard, das ich schnell mit dem iPhone verbinden kann. Dieses jedoch jedes Mal mitzunehmen, sprengt etwas den Rahmen.

Es muss doch möglich sein, die Tastatur des MacBooks mit dem iPhone zu verbinden, dachte ich mir. Genau dafür gibt es ein Programm, das auf dem MacBook oder Desktop-Mac läuft, und dieses Gerät zu einer Bluetooth-Tastatur fürs iPhone werden lässt. Das Programm heißt
Type2Phone und ist im MacOS-Store für 5,99 € erhältlich.

Hat man das iPhone mit dem MacBook oder Desktop-Mac verbunden, so verhält sich der Mac wie eine Bluetooth-Tastatur. Ein kleines Fenster wird auf den Mac angezeigt, in das der Text via Tastatur eingeben wird. Insgesamt ein nützliches Tool, wobei das Eingabefenster durchaus etwas größer und komfortabler sein könnte. Trotzdem ist das Programm für diesen Preis keine Fehlausgabe und sehr nützlich, wenn man eben nicht nur mit dem iPhone twittert (was man genausogut am Mac tun könnte), sondern z.B. SMS oder Multimedia-Nachrichten versendet.

Einer Alternativanwendung zu Type2Phone ist
1Keyboard. Hier kann man das iOS-Gerät über eine Tastenkombination mit dem Mac verbinden und so zwischen Desktop-Betrieb und Koppelung mit dem iOS-Gerät hin- und herschalten. Mich hat 1Keyborad im Vergleich zu Type2Phone nicht so überzeugt, weil es kein Fenster auf dem Notebook- oder des Desktop-Monitor gibt und man sozusagen gleichzeitig auf das iPhone-Display schauen muss, während man mit dem Mac-Keyboard schreibt.

Tools & Technik

Reflector

Apps live und in Echtzeit präsentieren

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Wer näher mit mobile Computing und der Entwicklung von Apps oder Web-Apps zu tun hat, kennt dieses nützliche Tool bestimmt. Für alle anderen möchte ich es hier kurz vorstellen. Mit der →Reflector-Software des Herstellers →airsquirrel kann das Display eines iPhones oder iPads in Echtzeit auf dem Monitor eines Desktop-Computers oder Notebooks angezeigt werden. Das ist zum Beispiel sinnvoll, um das Handling und die Funktionsweise einer App vorzuführen. Ist an den Computer oder an das Notebook ein Beamer angeschlossen – was ja in jedem Präsentationsraum Standard ist – kann eine App oder eine mobile Website schnell live und in Echtzeit einem großen Publikum vorgestellt werden.

Auch wenn man nichts mit App-Entwicklung zu tun hat, ist Reflector nützlich. Zum Beispiel, wenn man Bilder vom iPad schnell auf einem großen Desktop-Monitor oder via Notebook und Beamer zeigen möchte und gerade keinen iPad—Monitor- bzw. iPad—Beamer-Adapter zur Hand hat. Alles, was man dazu braucht: die Reflector-Software und ein WLAN, über das iPhone bzw. iPad und Computer verbunden sind. Reflector wird auf dem Mac oder PC installiert, auf dessen Monitor das iPhone oder iPad dargestellt werden soll. Mit dem Preis von 12,99$ ist Reflector übrigens deutlich preiswerter als ein Monitor- oder Beamer-Adapter. Reflector gibt es in einer Version für Mac und für Windows-PC. Auf dem iPhone oder iPad ist keine Software-Installation erforderlich. Die Verbindung funktioniert via →Airplay. Man muss sie nur auf dem iPhone oder iPad aktivieren.

Da Airplay ein WLAN voraussetzt, funktioniert Reflector nur, wenn dieses vorhanden ist. Genau das war meine Herausforderung beim ersten Einsatz von Reflector. Was bei mir im Büro gut und schnell funktionierte, klappte im Seminarraum erstmal nicht. Ich bekam einen Netzwerkzugang per Kabel, Bandbreite galore, nur eben kein WLAN. Airplay Fehlanzeige. Die simple und erfolgreiche Lösung: das MacBook zum WLAN-Accesspoint machen und iPhone bzw. iPad über dieses WLAN mit dem MacBook verbinden. Easy, wenn man diese Möglichkeit im Kopf hat. Falls Sie die Reflector-Software einsetzen möchten, ist es also wichtig zu wissen, wie Sie ggf. ein funktionierendes WLAN herbeizaubern können. Mit meinem MacBook einfach – wie das genau bei einem Windows-PC funktioniert, weiß ich jedoch ad hoc nicht, und bestimmt nicht unter Zeitdruck kurz vor einer Präsentation. Hat man das im Griff und kann ggf. ein funktionierendes WLAN schnell herstellen, dann ist die App-Präsentation auf großer Bühne easy going – und vor allem für das Publikum wirkungsvoll. Sie bedienen Ihre App, und das Auditorium erlebt auf großer Leinwand alles live und in Echtzeit mit. Reflector machts möglich.

Zusätzlich kann man ein Screen-Recording vom gezeigten iPhone oder iPad machen. Das ist nicht nur für Video-Tutorials zu einer App sinnvoll, sondern vor allem, um das Nutzerverhalten von Apps zu analysieren. Während verschiedene Nutzer die App testen, wird einfach unbemerkt aufgezeichnet und nachher ausgewertet. Eine schöne Nebenfunktion, dieses Screen-Recording.

Gemessen am Preis bin ich sehr zufrieden mit der Reflector-Software. Ich habe sie auf meinem MacBook installiert. Interessant wäre weiterhin freilich eine Software zur Echtzeit-Visualisierung von Android-Geräten. Meine – zugegeben kurze – Internetrecherche ergab leider kein Ergebnis. Ok, es gibt gute Android-Emulatoren, z.B. →Genymotion.

Prädikat: Sehr empfehlenswert.

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Textkraft

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Eine etwas gesunde Nerdigkeit braucht man schon, um eine iPad-App Textkraft zu nennen. Textkraft ist eine Editor-App, die speziell für Texter und Autoren interessant ist. Im Moment ist diese App mein bevorzugtes Tool, wenn ich Texte verfasse – neben der →iA-Writer-App der Information Architects, die ich hier schon vor einigen Monaten vorgestellt habe. Viele @netznotizen schreibe ich inzwischen mit iPad, Bluetooth-Tastatur und Textkraft.

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Die Editor-App bringt einige sehr interessante Zusatzfunktionen mit. So wird z.B. die Textlänge in Wörtern oder Zeichen angezeigt und dazu auch gleich, wieviel Verlags-Normseiten à 1500 Anschläge der Text umfasst. Das ist praktisch, weil ich dann bei einem längerem Text schnell ein Gefühl für den Umfang habe. Weiterhin bietet Textkraft die schnelle Eingabe typographischer Anführungszeichen und Guillemets sowie einiger Sonderzeichen und z.B. das Ändern von Groß- und Kleinschreibung am Anfang eines Wortes per Fingertip. Diese Funktion verwende ich gut und oft, da ich meist alles schnell hintereinanderweg klein schreibe und später dann ändern muss. Für die Rechtschreibkorrektur gibt es ein Wörterbuch und ein Synonymwörterbuch, falls man eine Idee für einen gleichbedeutenden Begriff braucht.

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Fertige Texte können wie bei fast allen Editor-Apps gespeichert werden, mit einer anderen App geöffnet werden oder direkt in die iCloud oder dropbox geschickt werden. Zusätzlich stehen fünf Schnellspeicher zur Verfügung. Zwischen den darin abgelegten Texten kann per Fingertip hin- und hergeswitched werden, so dass man gut an mehreren Texten gleichzeitig arbeiten kann.

Prädikat: Absolut empfehlenswert.

Zumindest für alle, die wie ich das iPad und die Bluetooth-Tastatur als komfortable Schreibmaschine verwenden. Die Textkraft-App kommt aus der deutschen Softwareschmiede →Infovole und ist zum Preis von 5,49 Euro im →iOS-App-Store erhältlich. Textkraft gibt es auch in einer englischen, französischen und spanischen Version mit den entsprechenden fremdsprachigen Wörterbüchern. Infovole bietet außerdem die preisgünstigeren Schwesterprodukte Schreibkraft und Wortkraft an, die im Vergleich zu Textkraft einen abgespeckten Funktionsumfang haben. Da man für 5,49 Euro gerade mal eine schnell verzehrte Billig-Pizza bekommt, empfehle ich auf jeden Fall, Textkraft zu kaufen und nicht die günstigeren Varianten. Auch unter dem Aspekt, dass es sich beim Hersteller um ein lokales Unternehmen handelt, sind diese fünf Euro fünfzig sicher gut investiertes Geld.

Ach ja, und der Start-Bildschirm der App ist genauso nerdig wie der Name. Aber schon irgendwie lustig.

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Reisen · Tools & Technik

Die Web-App zum
Schlösser-Hopping im Schlesischen Elysium

20130731-020720.jpg▸▸▸ HIER

Für alle, die unsere Zeitschleifenberichte angetriggert haben, möchte ich hier noch einmal meine Smartphone- und Tablet-optimierte Web-App empfehlen.
schlesisches-elysium.lima-city.de – Das Gateway zu den Schloss-Hotels im Hirschberger Land bzw. Vorland des Riesengebirges.

Mit dieser Web-App habt Ihr gleich alle Links auf dem Smartphone und musst nicht hin- und hergooglen. Es sind dort nicht nur die Links zu den Internetseiten der Schloss-Hotels enthalten, sondern auch zu Google-Maps und Booking.com. Natürlich funktioniert das auch auf dem PC oder Notebook, einfach schlesisches-elysium.lima-city.de aufrufen.

Zusammengebaut habe ich diese Web-App bereits im letzten Sommer und wurde auch schon mal gefragt, was dieser Schnickschnack genau soll. Nun, für mich eine kleine Linksammlung, damit ich die Seiten der Schloss-Hotels nächstes Jahr einfach vom Smartphone aufrufen kann. Und für Euch vielleicht hilfreich, wenn Ihr auch Schlösser-Hopping im Riesengebirgsvorland machen möchtet, immerhin nur 80km von der deutschen Ostgrenze entfernt.

Technisch gesehen besteht die Web-App aus einem kleinen CMS (Content Management System), für das ich in anderem Zusammenhang das Template mit dem off-canvas* collapsible* Menu und dem look-and-feel* einer App entwickelt habe. Dieses CMS braucht keine MySql-Datenbank und kann einfach auf einen Webserver hochgeladen werden. Inhalte reinkopieren, fertig. Ok, das Zusammentragen der Linksammlung mit den Links zu den Homepages der Schloss-Hotels und zur jeweiligen Booking.com- und Google-Maps-Seite dauerte dann doch etwas länger – wie das so ist, wenn man Links zusammenkopiert. Die Web-App ist bei lima-city.de gehosted, da ich diese kleinen non-commercial-just-for-fun*-Projektchen ganz gerne immer noch einmal fremdgehosted veröffentliche.

* Webdesign-Bullshit-Bingo-Begriffe
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Web-Apps leicht gemacht

Touch App Creator

Web-Apps sind ja bekanntlich nichts anderes als Internetseiten, die speziell für Smartphones optimiert sind. Oft lassen sie sich ohne Browserleiste im Vollbild-Modus öffnen und haben das Look and Feel nativer Apps. Dazu können sie vom Homescreen des iPhone via Icon gestartet werden, hat man sie dort einmal abgelegt.

So eine Pseudo-App lässt sich relativ einfach mit HTML und Javascript erzeugen. In der Anfangszeit der iPhones und Smartphones ein gab es ähnlich wie um native Apps einen ziemlichen Hype um diese Web-Apps. Inzwischen hat man Frameworks wie jquery mobile oder Sencha touch, mit denen man Web-Apps ziemlich schnell generieren kann. In 2013 also keine Herausforderung mehr, business as usual.

Neben der Arbeit mit so Schwergewichten wie Dreamweaver mit integriertem jquery mobile Framework entdecke ich immer wieder das ein oder andere Tool, das zwar nur einen Bruchteil der Funktionen abdeckt, jedoch für kleine und kleinste Projekte die sehr schnelle Lösung ist. Und wenn es dann noch auf dem iPad funktioniert, umso besser. So habe ich vor kurzem den CreativeBookBuilder von Tiger Ng vorgestellt, eine iPad App, mit der sich sehr schnell eBooks im epub-Format erstellen lassen.

Fast genauso cool und hilfreich wie der CreativeBookBuilder ist der TouchAppCreator, ebenfalls von Tiger Ng und auch eine iPad-App. Damit kann man auf sehr einfache Art Web-Apps erstellen. Schnörkellos, im jquery-mobile-Einheitsdesign, dafür aber mit dem Look-and-feel einer Handy-App, inklusive Homescreen-Icon und Vollbildmodus. Ein Beispiel für ein Ergebnis des TouchAppCreators ist unsere Web-App barnimkante.com. Natürlich sind auch noch Untermenüs mit Slider-Effekt bis in tiefste Ebenen möglich.

 

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Klar, umfangreichere Web-Apps erstellt man nicht am iPad mit einer App für 3,59€. Geht es dagegen darum, mal eben ganz schnell eine abgeschlossene Mini-Site bzw. eine smartphone-optimierte Web-App ins Netz zu bringen, dann ist der TouchAppCreator ein gutes Tool dafür. Klick, klick, Seiten anlegen, Content einfügen, Bilder dazu, Vorschau, fertig. Dann noch FTP-Server-Zugangsdaten eingeben und hochladen,… im Netz, weltweit verfügbar. Die längste Zeit für das Auswählen und Zusammenkopieren des Contents gebraucht.

Die Site bzw. Web-App lässt sich natürlich nicht nur per Smartphone aufrufen, sondern auch am Desktop-PC oder Tablet. Das Look and feel ist dort auch akzeptabel, nun mit der Navigation links. Ok, für eine Desktop-Site ist die Anmutung vielleicht etwas ungewohnt und zu wenig individuell. Die Funktionalität ist hier jedoch ebenso gut wie auf dem Smartphone oder Tablet.

Hop oder Top?

Top natürlich. Mit dem TouchAppCreator lassen sich mit dem iPad in der Badewanne oder im Biergarten mal eben schnell kleinere Websites bzw. Web-Apps erstellen. Und meine »Nie war Publishing so einfach«-Standardfloskel ist sicher wieder einmal bestätigt.

Grenzen

Eine iPad-App für 3,59€ hat natürlich ihre Grenzen, so auch der TouchAppCreator. Das Design der erzeugten Sites bzw. Web-Apps sieht definitiv immer gleich aus. Jquery-mobile-like eben, mit den Wahlmöglichkeiten der Standardfarben für Header, Menu und Footer: blau, schwarz, gelb, grau, Hintergrund immer hellgrau, das war's.

Und natürlich ist es genauso, wie beim CreativeBookBuilder: man kommt zwar um jegliches Schreiben von HTML-Code herum, ohne Vorkenntnisse über Webdesign und Website-Erstellung geht's jedoch nicht. Da wird der TouchAppCreator mit seinen Funktionen ziemlich schwer durchschaubar sein. Besitzt man jedoch Vorkenntnisse, kommt schnell zum brauchbaren Ergebnis. Minimale Änderungen am Stylesheet oder den Austausch der Worte »back to parent« durch »zurück zum Hauptmenü« im HTML-Code sind dann auch kein Problem. Damit wird das Ergebnis dann auch richtig rund.

Leider werden die mit dem TouchAppCreator erzeugten Web-Apps im Smartphone nicht im Cache gespeichert, um auch wie native Apps offline zur Verfügung zu stehen. Technisch wäre das ja möglich, und man kann es sich mit etwas Aufwand per Manifest-Datei nachbauen – schließlich ist das Aufrufen von nicht gecachten Web-Apps ja im Ausland mit unnötigen Roaming-Kosten verbunden. Diesem Mangel wird durch die kostenlose TouchAppViewer-App abgeholfen.

 

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Der TouchAppViewer ist eine native Container-App, mit der die Web-Apps, die mit dem TouchAppCreator erstellt wurden, offline gespeichert werden können. Damit kann z.B. die barnimkante.com-Web-App lokal auf dem Smartphone gespeichert werden. Den kostenlosen TouchAppViewer aus dem App-Store oder Google-Store laden, Public-Link barnimkante.com hinzufügen, fertig. Jetzt ist alles offline verfügbar.

Fazit

Empfehlenswert. Für die schnell am iPad erstellte Mini-Site bzw. Web-App, und auf jeden Fall, wenn man ein Faible für Mobile Publishing, Tablets und Smartphones hat. Probieren Sie's aus.

 

Tools & Technik

Für Foto-Lovestories und andere Ereignisse

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Fotocollagen schnell erstellt

Gerade habe ich Miz Kitty eine iPad-App empfohlen und bin überrascht, welch ansehnliches Ergebnis gleich beim ersten Einsatz damit entstanden ist. Vorstellen möchte ich euch deshalb eine Multi-Pic-Creator-App. Damit kann man Bilder schnell und schön nebeneinander kombinieren. Einfach in eines der zahlreichen Layouts eingefügen, per Fingerschnipps skalieren, bis der Bildausschnitt passt und eventuell noch etwas drehen, bis die Komposition perfekt ist. Kurz noch festlegen, wie groß der Abstand zwischen den Bildern sein soll, vielleicht noch Schnickschnack wie Runde Ecken etc. einstellen, Fertig. Speichern, ab ins Blog, zu Facebook, Instagram, Twitter oder ganz einfach per Email versenden. Wenn ich denke, wie viel Zeit so etwas früher mit Photoshop brauchte…

Von diesen Multi-Pic-Creator-Apps gibt es zahlreiche. Welche die beste ist? Keine Ahnung, Geschmackssache. Und auf diese Diskussion möchte ich mich auch gar nicht einlassen. Nachdem ich durch Zufall an die App Nostalgio gekommen war, benutze ich inzwischen Pic Stitch, das etwas mehr Layouts mitbringt, die man dazu noch selbst ändern kann. Die App ist kostenlos und man kann In-App allerlei Rahmen und weitere Gimmicks kaufen, die allesamt die Gestaltung nicht besser machen und auf deren Kauf ich daher verzichte, selbst wenn im Cent-Bereich zu haben.

Mit so einer Multi-Pic-Creator-App kann man natürlich nicht nur seinen Martini fotografieren und die Blogbeiträge pimpen (ich habe sie im Packstation-Krimi eingesetzt), sondern auch komplette Foto-Lovestories erzählen. Ohne Photoshop, mal so nebenbei Samstagnachmittag mit dem iPad in der Badewanne, oder wo auch immer Sie arbeiten.

Und wie Sie an den Punkten unter den Rahmen sehen, gibt es noch viele weitere vordefinierte Layouts.

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Tools & Technik

eBooks mit dem iPad erstellen

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Bücher aus Papier sind ja nicht mehr ein Synonym für Zukunft, sondern eher anachronistische Medien. Klar, es wird sie noch weiterhin geben, zumindest immer in den Bereichen, wo der haptische Effekt eine besondere Rolle spielt. Bei einem Standard-Taschenbuch, einer Broschüre oder einem Katalog kann man das sicher nicht sagen. Hier sind eBooks im Anmarsch, und zwar gewaltig. eBooks zu erstellen funktioniert relativ einfach mit InDesign, sofern man das InDesign-Dokument denn entsprechend eingerichtet und formatiert hat. Oder auch mit OpenOffice, Pages und Konsorten. Mit einer anschließenden Nachbearbeitung mit Sigil, damit man ein validiertes eBook im epub-Format erhält, das dann problemlos auf die einschlägigen Verkaufsplattformen hochgeladen werden kann. Eigentlich braucht man nur die Adobe Creative Suite und alle Tools fürs Produzieren von eBooks sind vorhanden. Business as usual, daily work.

APP-EMPFEHLUNG: CREATIVE BOOK BUILDER

Nicht missen möchte ich dazu die zahlreichen kleinen Tools und Apps, die mir ab und zu das Leben erleichtern und mit denen ich manchmal schon ganz ansprechende Ergebnisse mit dem iPad in der Badewanne erzielt habe. Eben ohne die Kanone für den Spatz, die Adobe Creative Suite, aufzufahren. Eine solche App ist der Creative Book Builder. Mit dieser App kann man bequem eBooks auf dem iPad erstellen. In der neuesten Version neben den üblichen epubs mit floating layout – die ein Anpassen von Schriftgröße etc. im eBook-Reader ermöglichen – auch sogenannte fixed-layout-eBooks. Für digitale nicht so versierte Nutzer mag die App mit ihrer Oberfläche etwas gewöhnungsbedürftig aussehen. Wer hingegen etwas iPad-erfahren ist und die eBook-typischen Bestandteile wie Bereiche, Kapitel, Übeschriften, Absätze, Listen, Bilder, Videos, etc. kennt, ist schnell drin in der Software und kann sich schrittweise seine Inhalte reinkopieren, Bilder importieren, etc. So entsteht schnell ein brauchbares eBook, manchmal auch Ergebnisse, die eine weit aufwendigere Herstellung vermuten lassen. Das erzeugte eBook kann dann auf dem eigenen iPad mit der iBooks-App geöffnet werden. Man kann es auch als eMail versenden oder es ggf. auf einen Webserver hochladen, um es dann mit anderen eBook-Readern zu nutzen.

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Neben den klassischen eBooks mit floating layout kann man fixed-layout-eBooks erzeugen, die ja gerade etwas hip sind. Diese haben festgelegte Seiten und sind – genau wie PDFs – nur bei einer Displaygröße richtig gut anzuschauen, ohne ständiges Fingerschnips-Vergrößern. Die mit dem Creative Book Builder erstellten fixed-layout-eBooks sind für die Anzeige mit dem iPad optimiert. Schaut man sie dagegen auf dem iPhone an, geht das nur per ständiger Vergrößerung, genau wie beim PDF.

WAS GEHT – UND WAS NICHT GEHT

Ganz sicher kann man mit dieser App schnell und unkompliziert aus Texten, Bildern, ggf. auch Videos ein eBook zusammenschrauben. Hat man die passenden Empfänger dafür, von denen man weiß, dass sie eBook-Reader, Tablet, Smartphone nutzen und die eBooks tatsächlich lesen, dann kann man damit natürlich etwas Eindruck schinden.

Ein schnell im Zug erstelltes fixed-layout-eBook für den iPad-affinen Kunden mag durchaus mehr Eindruck erzeugen als die Präsentationspappen und Powerpoint-Präsentation im Gepäck. Und die amerikanischen Freunde lassen sich vielleicht mit einem Fotobuch im fixed-layout-Format genauso – oder vielleicht mehr – beeindrucken, als wenn man ihnen ein gebundenes Fotobuch schickt.

Für eBooks mit langen Texten und vielen Inhalten kann man den Creative Book Builder auch verwenden, ich würde es jedoch nicht tun. Aber bitte, wer bearbeitet so umfangreiches Material mit dem iPad? Ebenso würde ich die App nicht empfehlen, wenn von vornherein klar ist, dass das damit erzeugte eBook zum Verkauf auf die üblichen Verkaufsplattformen gestellt werden muss. Dazu muss die Datei nämlich validiert werden, damit sichergestellt ist, dass die Daten hundertprozentig im ePub-Standard gespeichert sind. Zumindest in der Vorversion des Creative Book Builder habe ich einmal ein epub erzeugt, das zwar auf allen Readern, auf denen ich es gestestet habe (es waren einige, dabei alle verbreiteten) fehlerfrei angezeigt wurde, vom Validator jedoch noch als fehlerhaft befunden wurde. Ich konnte das zwar schnell am Desktop-Computer mit Sigil korrigieren, denn ich kenne mich mit HTML/CSS ganz gut aus. Für den Normalanwender, der von HTML, Sigil und Co keine Ahnung hat, ist es jedoch ziemlich ungünstig, wenn er nach der einfachen eBook-Erstellung doch noch professionelle Unterstützung braucht. Mag sein, dass die neue Version jetzt 100% valide eBooks erzeugt. Probiert es einfach selbst. den Creative Book Builder bekommt ihr zum Preis eines guten Latte Macchiato im App-Store.

FÜR SCHULKINDER

Entwickelt wurde diese App übrigens, damit Schüler ihre eigenen eBooks erzeugen können. Das klappt sicher auch z.B. in der Oberstufe des Gymnasiums. Aber wie es so ist, Kinderschokolade wird ja auch nicht nur an Kinder verkauft und für diese gemacht. Ein Handbuch zur App gibt es hier und ein Video hier.

Nachtrag:
Wenn es nur um fixed-layout-eBooks geht, probiert auch die sehr einfache App Book Creator aus. Die hat zwar nur minimale Funktionen, jedoch lassen sich damit mit etwas Gestaltungsgeschick ebenfalls ganz schnell ansprechende eBooks erzeugen