Tools & Technik

Kommod den Weg finden mit Komoot

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Komoot – Die Navi-App für Radtour und Wanderung

Der Sommer kommt und die Fahrradtour lockt. Was früher die umständlich aufzufaltende Fahrradkarte war, ist heute die Kombination aus Smartphone und einer guten Navigations-App, kurz auch Navi-App genannt. Davon gibt es diverse und ich möchte Euch heute eine vorstellen, die mir besonders gefällt.

Komoot heißt die App einer Potsdamer Softwareschmiede, mit der sich ganz kommode die Radtour oder Wanderung planen lässt. Ein Routenplaner sucht den besten Weg aus, wobei man einstellen kann, ob man Wanderer (Fußgänger) ist, eher der gemütlich radelnde Zeitgenosse, der Radwege bevorzugt oder der Rennradfahrer, der auf schnelle Asphaltstrecken angewiesen ist. Entsprechend dieser Voreinstellungen stellt die Komoot-App die Route zusammen. Dabei können durchaus unterschiedliche Strecken herauskommen. Komoot ist jedoch nicht nur ein komfortabler Routenplaner, sondern eine richtige Navi-App – wahlweise mit Sprachausgabe, wie im Auto.

Das iPhone oder Android-Smartphone in der Lenkerhaltung befestigt, Komoot-App laden, Route eingeben und los geht’s. Natürlich mit Tacho-Funktion, Anzeige der gefahrenen und der noch zu absolvierenden Zeit und Kilometer. Schnickschnack-Funktionen, die keiner braucht, aber trotzdem ganz schön sind, fehlen in der App freilich nicht. So kann man zum Beispiel Fotos auf den Strecken machen, die via Geolcation direkt mit dem Ort verknüpft werden, an dem man sich gerade befindet. Die Bilder kann man dann direkt aus der App in den Social-Media-Networks posten und teilen. Die App gibt es für iOS und Android kostenlos.

Also: Räder startklar machen, Komoot laden und los!

 

Gesellschaft

Faltradtour

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Himmelfahrtstag II.

Nun, am Himmelfahrtstag mit Bollerwagen, Spazierstock, Klingel, Schnaps und anderen besoffenen Männern über Land zu ziehen ist nicht meins. Dann doch lieber lange schlafen, Badewanne und am Abend zu einer Geburtstagsparty in den Berliner Speckgürtel, nach Eichwalde.

Seit den heißen Tagen am letzten Wochenende hatte ich mir vorgenommen, die knappen 30 km dorthin mit dem Fahrrad zur fahren, während Miz Kitty parallel mit Bahn oder Auto fahren könnte. Denn erstens sind diese Entfernungen per Fahrrad zurückzulegen nicht ihrs, und zweitens hatte sie gestern noch eine Soljanka für die Grill- und Gartenparty vorbereitet, also einen Topf dabei, der sich auf dem Gepäckträger nicht gut transportieren lässt. Ich hingegen wollte meinen Plan umsetzen und hatte mich schon die ganze Woche auf den Radtrip nach Eichwalde gefreut. Vor den Schlösserhopping- und Autourlaub-Zeiten bin ich nämlich ziemlich viel Rad gefahren, manchmal im Urlaub 70 bis 100 km, jeden Tag, versteht sich und mit Gepäck natürlich. Früher™. Hach.

Zwei Fahrräder besitze ich im Moment. Beide eher aus Budgetgründen gekauft, als dass ich richtig schön und zügig damit fahren könnte. Ein Herren-Tourenrad, das doch eher ein Stadtrad ist und nicht wirklich für längere Touren geeignet ist. Dafür jedoch mit allem dran, was man so braucht. Aber eben schwer und etwas schwergängig, eher etwas für Gelegenheits-Kurzstreckler oder für Menschen ohne Wahrnehmung dafür, wie sich ein leichtes, gut übersetztes Rad fährt. Eigentlich brauche ich es nicht mehr, Verkaufen lohnt jedoch nicht und es gibt ein gutes Gästerad ab.

Vor etwa 5 Jahren wurde mir ein leichtes und vor allem schön zu fahrendes Mountainbike gestohlen. Ich hatte gebraucht es für den Apfel und das Ei bekommen und hatte ein »geiles Teil« ergattert, obwohl ich vorher nie Mountainbikes mochte. Schwups, nach ein paar Monaten war es geklaut. Damals war ich ziemlich viel mit dem Zug unterwegs und kaufte mir ein Faltrad – leider eben kein Birdy oder Brompton, sondern ein Budget-Dahon (wobei Budget natürlich relativ ist). Erst einmal wollte ich testen, ob man mit so einem gefalteten Kleinbereiften überhaupt weiter als bis zum Bahnhof fahren kann. Man kann, gut sogar. Wir wurden Freunde vom ersten Tag an, mein Dahon und ich. Ein schönes, leichtes Stück, meine graublaue Libelle, wie ich es immer nenne. Und vor allem im ICE erlaubt – als metallisches Reisegepäck.

Böse Zungen nennen das Faltrad freilich Klapprad, obwohl es außer dem Klappmechanismus so ziemlich garnichts mit diesen Klapprädern gemeinsam hat, die in den 70ern hip waren und das Attribut klapprig im wahrsten Sinne des Wortes verdienten.

Gestern am Spätnachmittag also die graublaue Libelle genommen und zügig ab nach Eichwalde. Cool. Glückshormone pur. Für’s kommode Wegfinden habe ich übrigens die App →Komoot verwendet, die ich in einem anderen Beitrag vorstelle.

PS:

Falls Ihr als Bahnfahrer am Zielort oder als Autofahrer am Urlaubsort mobiler sein wollt und die Anschaffung eines Faltrades überlegt: Aldi und Tschibo machen nur Klapprad-Spaß. Wahrscheinlich war das dann Euer letztes Faltrad und Ihr werdet nie erleben, wie gut sich ein richtig gutes fährt. Fangt auch nicht in der Dahon-Klasse an, sondern in der Klasse von Brompton und Birdy, vor allem wenn Ihr es im Dauereinsatz verwenden wollt. Damit gibt’s dann wirklichen Faltrad-Spaß pur. →Hier und →Hier könntet Ihr fündig werden und sicher auch Probefahren.