Ganz in weiß…

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»Kann man umfärben mit Photoshop, geht ganz leicht!« Geht es auch, habe ich in diesem Bild aber nicht. Heute morgen bekam ich diesen Coffee-to-go. Nichts Außergewöhnliches, bis auf den Deckel. Der ist schwarz, was ungewohnt ist, sind wir doch eigentlich weiße Deckel gewohnt, die uns Hygiene, Staubfreiheit und Unbenutztheit suggerieren – selbst wenn die Kaffeefrau den Deckel noch einmal richtig mit ihren Scheinegrippe-Fingern direkt über dem Trinkloch fest auf das Papp-Unterteil drückt.

Fakt ist natürlich, dass der schwarze Deckel wesentlich an Attraktivität verliert. Selbst neu und unberüht, hat er quasi schon seine Jungfräulichkeit eingebüßt. Innovation? Ja sicher, für den Deckelhersteller; und für den Kaffeeausschank. Ersterer kann dort jede Menge Recycling-Kunsstoff unterbringen, und zweiter kann auch noch die verstaubten – weil schon lange liegenden oder angegrabbelten – Deckel an den Kunden bringen, die ganz in weiß sicher nicht mehr zu gebrauchen wären.

Ich gehe jetzt noch ein Mal in dieses Café und spreche die Kaffeefrau darauf an. Mal schauen, was sie dazu sagt. Meinen Kaffedeckel wünsche ich mir nämlich ganz in weiß mit einem Blumenstrauß, oder besser verlängerten Espresso bzw. Latte Macchiato darunter.

Schwarze Deckel für den Kaffeebecher. Farbkonzept 6, setzen.

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