Gesellschaft, Reisen

Flaneursgeprüft

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Jetzt mit Prüfsiegel der Bielefelder Flaneure.

Vom internationalen Bloggertreffen in der Stadt, die es trotz →Bielefeld-Verschwörung sehr wohl doch gibt, hatte ich bereits berichtet. Am Abend führten uns die →Bielefelder Flaneure in Lokale, die wir allesamt wahrscheinlich nicht gefunden und niemals besucht hätten. Freilich sind die Tipps der Bielefelder Flaneure im Internet zu lesen, ich kannte sie bis dato jedoch nicht.

Das Bielefelder Westfalenblatt  – die eine Lokalpostille meiner Geburtsstadt – schreibt über die Bielefelder Flaneure, sie seien ein bundesweit einzigartiges Projekt. Der WDR konkretisiert, sie bestünden aus sechs Männern im besten Alter. Die Flaneure ziehen regelmäßig durch Futterkrippen, Imbiss-Gaststätten, und Bierkneipen und schreiben über die guten dieser Lokale Berichte, die überaus lesenswert sind, wie die andere Bielefelder Lokalpostille, die Neue Westfälische, schreibt. Einige Jahre, seit 2007, machen die Herren das nun schon in Bielefeld und ihr Blog ist quasi ein Kneipen- und Imbiss-Führer der anderen Art. Eine Menge Lokale werden hier vorgestellt, die von Kultstatus und  Gepflegt-Essengehen gleichermaßen weit entfernt sind. Dort, wo ich niemals allein oder zu zweit Station machen würde, akute Hungersituationen vielleicht ausgenommen, oder wenn ich in der Nachbarschaft wohnen würde und mir Kummer und Sorgen wegtrinken müsste. Von diesen Imbiss-Gaststätten und Bierkneipen gibt es ja viele. Die guten finden Sie im Blog der Bielefelder Flaneure. Drumherum um diese Kneipenbesuche haben die Flaneure ihr Projekt als Marke aufgebaut, mit allerlei, was dazugehört. So gibt es für die Lokale Aufkleber und Gütesiegel für die Tür, ähnlich wie Michelin, Millau und Merian sie vergeben. Und außerdem richtig schön gestaltete Postkarten für den Karten-Ständer auf dem Weg zum Klo.

Anders als zum Beispiel die Yelp-Kneipenbesuche hier in der Hauptstadt sind die Bielefelder Flaneure ein geschlossenes Team. Klar, wer einen Flaneur kennt, darf gerne mal mitflanieren. Öffentliche Termine gibt es jedoch nicht. Das ist nicht das Konzept. Wäre ich nicht nur ein in Bielefeld geborener, sondern ein in Bielefeld gebliebener, so würde ich vermutlich ab und zu mit zu den Bierkneipen und den Futtern-wie-bei-Muttern-Grilltheken flanieren.

Drei Dinge, falls Sie also nach Bielefeld fahren:

  1. Sie werden nicht enttäuscht sein. Die Stadt gibt es trotz Bielefeld-Verschwörung wirklich. Sie finden sie schnell und einfach: A2, kurz im Stau warten, und schon sind Sie dort.
  2. Teuer und mit weißer Stoffserviette essen und nicht satt werden können Sie hier auch irgendwo.
  3. Schmackhaft wie bei Muttern ist es hingegen dort, wo Sie das Label der Bielefelder Flaneure finden. Bevor Sie jetzt jedoch durch die Bielefelder Straßen irren, lesen Sie vorher im Internet bzw. Blog der Flaneure.

Und manches frisch gezapfte Bier und Parlieren mit flaneursgeprüfter Wirtin erspart den Gang  zum Therapeuten.

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