Reisen

Pałacyk Kosińskich: Palast-Hopping 2014, erste Station

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Den Pałacyk Kosińskich w Połażejewie fand ich im Internet und er erschien mir ein recht schönes Haus zu sein. Also starten Miz Kitty und ich das Palast-Hopping hier. Das Übernachten und Wohnen in alten Herrenhäusern und Schlössern ist ja immer so ein kleines Va-banque-Spiel. Freilich, richtig verlieren kann man dabei nicht, nur wenn es nicht so ist, wie man es gerne hätte, z.B. weil das WiFi nicht funktioniert oder weil gerade eine Hochzeit gefeiert wird und Remmidemmi im Palast ist, dann kann sich auch eine noble Herberge als Fehlgriff herausstellen.

Nun, der Pałacyk Kosińskich war eine sehr gute Wahl und hat uns nicht enttäuscht. Neben einer Familie aus Franken, die auf der Durchreise Richtung Masuren hier Station machte, waren Miz Kitty und ich allein im Haus. Da wir das Deluxe-Zimmer gebucht hatten, logierten wir mit Zugang zum großen Balkon über dem Eingangsportal. Hier ließen wir es uns einen Tag gut gehen. Der Pałacyk hat kein eigenes Restaurant, weswegen wir direkt gefragt wurden, ob wir speisen möchten. Am ersten Abend wurde uns schön zubereiteter Fisch serviert und gestern Abend wurde im Garten gegrillt. Fein. Über einer Feuerstelle konnten die Bratwüste auf lange Stöcke aufgesteckt gegrillt werden oder auf den daneben stehenden Gartengrill gelegt werden. Insgesamt waren die Gastgeber recht bemüht und alles perfekt, zu einem guten Preis. Auf dem großen Balkon Texte schreiben, lesen, dösen, dazu zwischenzeitlich in die Badewanne, dann wieder Sonnenliege, das war für uns Entspannung pur. Eigentlich wollten wir zum See fahren, um zu schwimmen. Verschoben. Das können wir jeden Tag noch machen. Irgendwo, wo es nicht so kommod ist. So wurden dann unsere Texte über das Elbschwimmen für das neue Gemeinschafts-Schwimmblog Freistilstaffel schnell fertig.

Zur Geschichte des Hauses konnten wir bisher relativ wenig herausfinden. Im Netz findet man einiges, auch bei Wikipedia, jedoch nur in polnischer Sprache. Klar ist wohl, dass das Haus 1864 von einem Witold Kosiński erbaut wurde und später einem Kazimierz Boening gehörte. Letzterer wurde im Widerstand gegen die Deutschen 1939 von der Gestapo erschossen. Wie so viele – fast alle – Herrenhäuser im Polnischen brannte der Pałacyk Kosińskich wohl 1945 aus. Er sollte in den 80er Jahren wieder rekonstruiert werden, was dann jedoch erst in 2007 durch die neuen Eigentümer erfolgte. Einige Bilder von 2007 haben wir im Gästebuch gesehen. Der Pałacyk sah regelrecht ruinös aus, mit fehlenden Decken, etc. Hergerichtet wurde er von einem Unternehmer-Ehepaar aus Danzig und ist heute ganz geschmackvoll im alten Stil eingerichtet. Zwar Retorte und auf alt getrimmt, aber eben nicht störend, sondern angenehm.

Vor dem Pałacyk stand während unseres Aufenthaltes ein Oldtimer. Ich nehme an, er steht immer dort, da er auf Bildern oft zu sehen ist, so auch auf der Facebook-Seite der Eigentümerin. Ach ja, der Pałacyk Kosińskich hat eine eigene Facebook-Seite. Sie können dort liken.

Falls Sie Richtung Warschau, Baltikum oder Weißrussland unterwegs sind und in der Nähe von Posnan (Posen) einen Tag Pause machen möchten, dann ist der Pałacyk Kosińskich vielleicht ein guter Tipp. Nehmen Sie das etwas teurere Zimmer mit dem Balkon über dem Eingang, trinken sie Champagner und genießen das Leben.

Mehr und anderes über unseren Aufenthalt im Pałacyk Kosińskich lesen Sie im Blog von Miz Kitty.

Fotos

Eine kleine Fotostrecke habe ich Ihnen zusammengestellt:

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