Gesellschaft, Reisen

Schlösser-Hopping – 10 Tipps

20130801-231301.jpgAls letzte Nachlese zum Sommerurlaub habe ich 10 Tipps zusammengestellt, damit Euer Schlösser-Hopping ganz commod wird und Ihr das Logieren und Residieren in den gräflichen Häusern ganz gespannt genießen könnt. Die Tipps könnt Ihr ▸ hier auch als eBook im epub-Format runterladen, falls Ihr den etwas längeren Text lieber mit dem eBook-Reader oder der iBooks-App lest. Das eBook habe ich übrigens komplett am iPad erstellt mit der Creative-Book-Builder-App und der App Over, mit der man sehr einfach Typo auf Fotos stellen kann und schnell ganz passable Ergebnisse erzielt.

1. Planung und Recherche

Es gibt Regionen mit vielen Schlössern und Herrenhäusern, in denen man als Hotelgast logieren kann und andererseits gibt es Landstriche und Provinzen, in denen das weniger üblich ist und man bei einem Schlösser-Hopping ziemlich große Entfernungen überbrücken muss. Ein guter Ausgangspunkt für die Recherche können die Internetseiten →The Castles, →Histotels.de oder der →Schenk Castle & Garden Guide sein. Dort sind Schlosshotels und Schlösser aufgelistet, die einen Hotelbetrieb haben.

Da jedoch längst nicht alle Schlosshotels in diesen Verzeichnissen enthalten sind, ist eine weitere Suche in den Internet-Hotelbuchungssystemen sinnvoll, indem z.B. bei Booking.com oder HRS.de mit dem Suchwort »Schlosshotel« gesucht wird. Danach kann die Suche noch als Umkreissuche für einen Ort oder in der Sprache des Reiselandes verfeinert werden und geprüft werden, ob die für die Reise interessanten Schlosshotels im Reisezeitraum gut buchbar sind und wie sie in den Internet-Bewertungen anderer Reisender (z.B. bei tripadvisor.com) abgeschnitten haben.

2. Auto oder Fahrrad

Schlösser-Hopping ein typischer Auto-Urlaub. Mit dem Auto zwischen den Palästen und gräflichen Residenzen hin- und hergereist, kommt es nicht darauf an, ob man ein Gepäckstück mehr oder weniger mitnimmt, so dass man für alle Anlässe während eines Schlösser-Aufenthalts die richtigen Kleidungsstücke und Accessoires mitnehmen kann. Ist die Anreise in die ausgesuchte Region zu lang, kann dort ein Mietwagen gemietet werden. Schlösser-Hopping mit dem Auto bietet größte Flexibilität, z.B., wenn man in einem Schloss länger verweilen möchte, dafür die nächste Station auslässt und danach die doppelte Tagesentfernung dann in einem Stück zurücklegen muss.

Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist dagegen für ein Schlösser-Hopping ungeeignet bzw. sehr beschwerlich. Schlösser und Herrenhäuser liegen oft abgeschieden und selten in der Nähe von Bahnhöfen und Bushaltepunkten. Auch wenn die letzten Kilometer mit dem Taxi überbrückt werden sollen oder das Schlosshotel einen Abholservice vom Bahnhof bereit organisiert, wird die Reise mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell uncommod. Bahnsteigwechsel mit Gepäck und Umsteigewartezeiten auf abgelegenen Provinzbahnhöfen sind nicht jedermanns Sache. Besteht keine Alternative, ist eine organisierte Busreise mit Schlössertour vielleicht eine Möglichkeit, dann jedoch nur zu Schlosshotels, die von Reiseveranstaltern angefahren werden – leider sind diese oft nicht die Schlösser mit der angenehmsten Atmosphäre.

Schlösser-Hopping mit dem Fahrrad

Wer Sport, Landschaft, Kultur und die Annehmlichkeiten des gehobenen Logierens in einem Schloss zusammenbringen möchte, kann die Entfernungen zwischen den Schlössern per Fahrrad zurücklegen. Warum nicht jeden dritten Tag 60 oder 80 km radeln und in den folgenden zwei Tagen in einem Schloss oder Herrenhaus residieren? Das funktioniert prima. Reiseradler müssen ein Schlösser-Hopping jedoch präziser planen als Autofahrer und Unterkünfte in der Regel vorher buchen. Mit dem Auto kann man mal eben 30 oder auch 70 Kilometer weiter zum Ausweichquartier oder zum nächsten Schloss fahren, mit Fahrrad und Gepäck ist das jedoch selten möglich. Zudem gibt es einen wichtigen Aspekt beim Schlösser-Reiseradeln: Man hoppt nicht nur zwischen den Schlössern, sondern auch mental zwischen sportlicher Aktivität und dem Aufenthalt im Herrenhaus mit seiner Gediegenheit, Tändeln und Entspannen im Schlosspark, Dinieren im Salon in Gesellschaftskleidung, etc. Dieses Wechselspiel ist manchmal nicht einfach. Denn Schloss-Hotels nur der Übernachtung wegen anzusteuern, um dann in Funktionskleidung in Bar oder Salon zu sitzen und am nächsten Morgen sofort wieder weiter zu fahren, entspricht nicht der Idee dieser Art zu reisen.

3. Tages-Etappen

Entfernungen von bis zu 100 km können mit dem Auto an einem Tag sehr gut überbrückt werden. Unterwegs kann dann noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit angeschaut werden und z.B. ein Spaziergang oder eine kleine Wanderung erfolgen. Größere Entfernungen sind auch möglich, bedeuten jedoch eine längere Fahrtzeit. Das mag schön und passend sein, wenn es über die Dörfer und durch die Landschaft geht oder das Wetter nicht so ist, dass Besichtigungen oder Outdoor-Aktivitäten locken. Während einer abwechslungsreichen, längeren Autofahrt können ja durchaus einige Erkenntnisse über Land und Leute gewonnen werden. Auf der Autobahn zurückgelegt, sind längere Entfernungen jedoch oft monoton zugebrachte Stunden der ohnehin knappen Urlaubszeit.

4. Nicht jeden Tag hoppen

Weniger ist mehr. Jeden Tag in einem anderen Schloss oder Herrenhaus zu sein ist zu viel des Guten. Man möchte doch vor allem das Ambiente genießen, das Schlosshaus, den Schlosspark und die anderen Annehmlichkeiten. Dazu muss in einem Schloss mindestens ein ganzer Tag verweilt werden, was zwei Übernachtungen erfordert. Besser sind drei. Nach zwei Tagen hat man dann vielleicht genug erkundet und Lust auf das nächste Schloss – oder man bleibt noch weitere Zeit. Jeden Tag zu einem neuen Schloss zu hoppen und dann in 14 Tagen zehn Stationen »abgearbeitet« zu haben, ist nicht sinnvoll und einfach nur »Urlaubs-Overflow«.

5. Quartierbuchung

Vorher oder vor Ort buchen? Diese Frage stellt sich oft bei der Urlaubsplanung und eine allgemein gültige Regel liefert auch beim Schlösser-Hopping die richtige Antwort: Die erste oder die ersten beiden Übernachtungen werden vorher gebucht, dann schaut man sich vor Ort um und bucht direkt persönlich oder einen Tag im voraus per Internet. Das verspricht größere Flexibilität, als wenn man schon vor Beginn der Reise alle Übernachtungen bucht. Weiterhin gilt noch eine andere allgemein gültige Regel für stressfreies Reisen: Mittags sollte klar sein, wo man abends logiert.

Beide Regeln sind nicht absolut, jedoch gute Handlungsmaximen. Je nach persönlicher Situation und Stresstoleranz können mit dem Auto Reisende abends noch kilometerweit zum Ausweichquartier fahren und Smartphone-Besitzer vom Parkplatz ein Hotel buchen. Mancher ist daher spontan, möchte sich das nächste Schloss erst einmal selbst anschauen, um dann bei Nichtgefallen weiterzufahren, wie es in einem der nächsten Tipps empfohlen wird. Sofern man die Übernachtung im nächsten Schlosshotel also nicht vorbucht – d.h. auch nicht am Tag vorher –, sollte man allerdings in der komfortablen Situation sein, einen Plan B zu haben, falls das angesteuerte Schlosshotel belegt ist oder dort etwas gar nicht stimmt.

Zuerst nur eine Übernachtung buchen

Und dann bei Gefallen verlängern. Schlosshotels haben keinen gleichförmig-internationalen Standard. Schnell kann sich dort ein Wow-Effekt nach dem Motto: »Hier möchten wir den Rest des Lebens im Exil verbringen.« einstellen. Aber genauso schnell können Kleinigkeiten nerven, z.B. ein nicht funktionierendes WiFi, das nicht die Wände historischer Stärke durchdringt oder dunkle Zimmer mit kleinen Fenstern aus barocker Zeit. Oder Kühle und Feuchtigkeit, etc.

Es ist daher empfehlenswert, in einem Schlosshotel zuerst nur eine Übernachtung zu buchen. Ist man dann vor Ort und stimmt alles nach dem Einchecken, wird sofort die zweite oder weitere Übernachtungen dazugebucht. Nerven Kleinigkeiten oder ist die Atmosphäre nicht wie erhofft, fährt man schon am nächsten Tag weiter. Dieses Vorgehen hat sich bewährt, selbst wenn eine Verlängerung nicht möglich sein sollte, da das Schloss ausgebucht ist.

6. Hotelbuchungssysteme

Es ist immer sinnvoll, ein unbekanntes Hotel über ein bewährtes Hotelbuchungssystem im Internet zu buchen und nicht über ein hoteleigenes Reservierungssystem auf der Internetseite des Hotels. Läuft irgendetwas quer, hat man so möglicherweise einen längeren Hebel, als wenn man über das hoteleigene Reservierungssystem gebucht hat. Bewährt haben sich Booking.com und HRS.de (vgl. Stiftung Warentest), die beide komfortable Apps zur Verfügung stellen, für die Recherche und Buchung unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet-PC.

Diese Internet-Hotelbuchungssysteme sind zudem gute Hilfsmittel, um zu klären, wie die Unterkunftssituation in einer Region oder Stadt zu einem Reisezeitpunkt ist. Gibt es für einen bestimmen Zeitraum nur noch sehr hochpreisige Angebote, dann ist das ein relativ sicherer Indikator, dass zum Zeitpunkt Veranstaltungen stattfinden sind und viele Unterkünfte schon ausgebucht sind oder eben die Unterkunftssituation an diesem Ort eher bescheiden ist.

Werden mehrere Zimmer-Kategorien angeboten, ist es bei Internet-Buchung in der Regel sinnvoll, eine der oberen Kategorien zu buchen. Damit ist dann klar, dass man zumindest nicht für die Dienstbotenkammer vorgemerkt wird. Aufgrund der Unterschiedlichkeit der Zimmer in Schloss-Hotels ist das ein nicht von der Hand zu weisender Aspekt. Erfahrungsgemäß unterscheiden sich die Preise zwischen einem Standard-Doppelzimmer und einem Superior nicht so, wie die Zimmer oft in Größe und Komfort unterschiedlich sind.

Natürlich kann bei der Reservierung über ein Internet-Hotelbuchungssystem im Anschluss an die Buchung eine Email direkt an das Hotel gesendet werden, in der man mitteilt, dass man sich freut, dort die Zeit verbringen zu dürfen, oder dass besondere Anlässe anstehen und man z.B. auf Hochzeitsreise ist, Geburtstag hat, etc. Manchmal gibt das das ein oder andere Goodie. Ob es freilich ein schöneres Zimmer gibt, ist nicht vorauszusagen, jedoch durchaus möglich.

7. Turmzimmer oder Dienstbotenkammer

Anders als Hotelgebäude, die zu diesem Zweck gebaut sind, haben Schlosshotels oft sehr unterschiedliche Zimmer hinsichtlich Größe, Komfort, Art der Betten und Lage im Schlosshaus. Dieses ist normal in historischen Gebäuden, nur möchte natürlich jeder in einem komfortablen Turmzimmer residieren und nicht in der kleinen Dienstbotenkammer. Allgemein ist die Zimmerreservierung und -zuweisung in Hotels oft schwer zu ergründen. Wer bekommt welches Zimmer? Und wie bekommt man das Turmzimmer?

Verständlich, dass für Gäste, die via Internet-Hotelbuchungssystem buchen, erst einmal nicht die schöneren Zimmer reserviert werden. Schließlich könnte ja noch jemand persönlich vorbeikommen und die Rezeption könnte ihm kein schöneres Zimmer anbieten, da es ja für den Gast reserviert ist, der im Internet gebucht hat. Also bleiben die schöneren Zimmer möglichst lange frei und werden oft an persönlich vor Ort buchende Gäste, Stammgäste oder spät eincheckende vergeben. Um das Turmzimmer oder ein vergleichbar komfortables zu bekommen, ist persönliches Erscheinen also empfehlenswert und vielleicht auch noch etwas Verhandlungsgeschick.

Zimmer vorher anschauen

Falls machbar, ist es immer sinnvoll, erst direkt vor Ort zu buchen, nach einem Rundgang im Schloss, bei dem mehrere Zimmer angeschaut wurden. Reist man als Paar, tritt man auch gemeinsam auf. Etwas zu zögern hilft manchmal, zum gleichen Preis ein schöneres oder besser im Haus gelegenes Zimmer zu bekommen. Wird ein höherer Preis verlangt, als im Internet-Buchungssystem gelistet, kann man notfalls darauf hinweisen und etwas verhandeln. Dass jedoch nicht um 5 Euro gefeilscht wird, wenn die Rezeptionistin ihre Rezeption verlässt und nach einem Rundgang das drittgezeigte – schönere – Zimmer für 120 Euro anbietet, das bei Booking.com für 115 Euro gelistet ist, versteht sich von selbst. Ebenso selbstverständlich ist angemessene Kleidung und Höflichkeit, wenn man sich als potentieller Gast die Zimmer anschaut. Idealerweise vermittelt man dem Personal in diesem Moment den Eindruck, als Gast das Haus aufzuwerten und bekommt daher möglicherweise eines der schöneren Zimmer als Gäste, die eben nur durchschnittlich wahrgenommen werden – des Business wegen, weil sie 100 Euro für die Übernachtung dort lassen.

Trotz aller Hinweise und Planung ist es immer wieder unergründlich und schwer voraussagbar, in welcher Reihenfolge die Hotelzimmer den anfragenden Gästen gezeigt werden. Entweder wird man schnell abgecheckt, und es wird zuerst ein Zimmer gezeigt, von dem die Rezeptionistin meint, es läge im Budget des Reisenden, oder es wird zuerst das billigste oder zuerst das teuerste gezeigt, oder, wie es gerade vom Weg durch das Haus günstig ist. Schlosshotels gehören nicht zu internationalen Hotel-Ketten und haben oft keine internen Regeln für solche Vorgänge. Nach weiteren Zimmern oder anderen Preiskategorien zu fragen, hilft oft weiter.

Liegen die geplanten Hopping-Stationen nahe zusammen (bis ca. 40 km), dann ist es durchaus sinnvoll, am Abend vorher einmal zum nächsten Schloss zu fahren, sich Zimmer und Gegebenheiten zeigen zu lassen und für den nächsten Tag, und falls alles fein ist, gleich für mehrere Tage zu buchen.

8. Schlösser-Hopper

Paare, Singles und Familien mit gut erzogenen Kindern

Schösser-Hopping ist keine Art zu reisen, die für jeden geeignet ist. In Schlosshotels fühlen sich erfahrungsgemäß verliebte Paare jeden Alters, aber auch Singles in der Mini-Gruppe oder allein wohl. Zum Teil auch Familien mit Kindern. Gemeinsam ist allen ein gewisses Interesse für Geschichte oder Kunstgeschichte.

Dem Haus gemäß – gräflich

Dieses kulturelle Interesse ist für einen Schloss-Aufenthalt genauso erforderlich wie die Fähigkeit, sich dort adäquat bewegen zu können. Lärmende Kegelclubs und Mini-Gruppen – wozu lustige Menschen in der Gemeinschaft schnell mutieren können – sind in Schlössern unangemessen und deplatziert. Ebenso sind lustlos Pubertierende, denen ihre Eltern verzweifelt und auf Teufel komm‘ raus Kultur beibringen wollen, besser in einer Jugendfreizeit aufgehoben. Ob Schlosshotels, in denen ganze Reisegruppen untergebracht sind, akzeptabel oder eher zu meiden sind, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Mit Kleid und Anzug

Nachvollziehbar, das Mittvierziger mit kurzen Hosen oder bunten Leggins im Salon und beim Schlosskonzert visuell unangenehm auffallen. Gesellschaftskleidung im Gepäck zu haben, bewährt sich beim Schlösser-Hopping immer wieder – auch wenn man die zu Hause möglicherweise nicht so oft trägt. Hier residiert man im Schloss, und Schösser-Hopping ist ein Gegenentwurf zum Sport-, Camping- oder Strandurlaub.

9. Preiswert – aber nicht billig

Ein Budget-Urlaub wie im Hochhaushotel der Touristeninsel wird ein Schlösser-Hopping sicher nicht. Ca. 100 bis 150 Euro müssen für eine Nacht im Schloss für ein Doppelzimmer mindestens anlegt werden und je nach Preisniveau des Reisegebietes ist es manchmal deutlich mehr.

10. Hilfreich: Plan B, iPhone, Internet

Empfehlenswert ist immer ein Plan B, für den Fall, dass ein Schlosshotel ausgebucht ist. Ein iPhone oder Smartphone mit Internetzugang bei begrenzten Datenroaming-Kosten für die Zeit des Urlaubs erleichtert die Recherche vor Ort und Plan-B-Entwicklung sehr. Damit können auch unterwegs schnell Hotelbuchungen vorgenommen oder Reiseinformationen recherchiert werden. Ein iPad, Tablet-PC oder Notebook ist natürlich ideal. Gegebenenfalls kommt man damit unterwegs auch ohne WiFi ins Internet, indem man das iPhone oder Smartphone als »persönlichen Hotspot« nutzt.

Nahezu alle reiserelevanten Informationen finden sich heute im Internet. Google-Maps und Google-Streetview können sehr gut für die Routenplanung verwendert werden. So kann man sich vorher z.B. schon die genaue Lage eines Schlosses und den Schlosspark anschauen. Auf einem iPad oder Tablet-PC können interessante Internet-Seiten gespeichert werden, z.B. mit der App Offline Pages. Unterwegs können sie dann auch ohne WiFi gelesen werden. Weiterhin tut die App City Maps 2Go gute Dienste. Einmal für einen kleinen Preis gekauft, können Landkarten fast aller Länder kostenlos geladen werden, die dann offline zur Verfügung stehen. Zudem wird der aktuelle Standort ausgegeben. Ein weiteres wichtiges Hilfsmittel ist das Navigationssystem des Kfz, evtl. mit zusätzlich dafür beschafften digitalen Karten für das Reisegebiet.

Innerhalb der Schlosshotels ist WiFi heute üblicher Standard. Braucht man dieses jedoch essentiell, ist es wichtig, direkt nach dem Einchecken zu prüfen, ob es korrekt funktioniert und der Empfang ausreichend ist. Notfalls kann dann noch das Zimmer gewechselt werden.

Original oder Retorte – Die Schlösser

Eines gibt es in Schlosshotels auf jeden Fall: Kultur und Geschichte, meist nicht zu knapp davon. Das besondere an Schlössern und Schlosshotels ist neben wohltuend entspannender Atmosphäre und gehobenem Ambiente die Einzigartigkeit und Unterschiedlichkeit. Schlösser und Schloss-Hotels sind ähnlich individuell wie die Menschen, die darin zu Gast sind. Es gibt Schloss-Häuser mit originalem, allerdings durchgesessenem Mobiliar, in dem schon so manche wichtige oder auch unwichtige Person gesessen hat. Dazu leidlich moderne Technik auf dem Stand vergangener Jahrzehnte, peu-à-peu modernisiert. Man trifft auf barocke Schlösser mit romantischen Parks und auf Schlosshäuser mit Retorten-Barock, mit Stilmöbeln innen komplett auf alt getrimmt, wertig oder auch weniger wertig. Wieder andere Schlösser verbinden bewusst Historie und Moderne und man trifft auf lichtduchflutete Marmor-Treppenhäuser und zeitlos-moderne Designermöbel in sorgsam restauriertem Barock-Ambiente.

Allgemein lässt sich jedoch ein Trend erkennen. In Westeuropa und in Skandinavien wird man eher Herrenhäuser und Paläste finden, die in den letzen Jahrzehnten mehr oder weniger abschnittsweise restauriert wurden. Viele historische Innenelemente sind hier oft noch vorhanden. Im Osten sind dagegen sehr viele Schlösser und Herrenhäuser durch die Kriegsereignisse ausgebrannt und Jahrzehnte anderweitig genutzt worden. Originalbestandteile der Inneneinrichtung finden sich hier nur sehr selten, dafür allerdings oft noble neue Stileinrichtungen und Innengestaltungen nach alten Vorbildern.

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