Gesellschaft

re:publica13 – Die Sache mit den Tickets

Weg waren sie in wenigen Minuten, die Blogger- und Early-Bird-Tickets der re:publica 2013. Nachdem die re:publica 2012 ja ein ansprechendes Event war, das durch die neue Location sicher aufgewertet wurde, habe ich dieses Jahr wieder ein Ticket gekauft. 150 Euro sind sicher angemessen für so ein 2-Tages-Event. Da ich wie letztes Jahr vermutlich aufgrund anderer Termine nur die Hälfte der Zeit teilnehmen kann, sind die 150 Euro dann wieder auch nicht wenig. Einfach ärgerlich ist die Sache mit den Early-Bird-Tickets und den Blogger-Tickets. Nun denn, online-Ticketverkauf ist immerhin eine hohe Kunst und kein Handwerk? Dem Veranstalter lief so einiges schief. Darüber wurde ja schon gut im Netz geschrieben. Zusammengefasst: Der Veranstalter verkauft sogenannte Early-Bird-Frühbucher-Tickets und Blogger-Tickets in limitierter Anzahl. Verkaufsbeginn wird vorher mitgeteilt, die Website funktioniert zu dem Zeitpunkt jedoch nicht. Über Twitter gehen dann wilde Infos zum direkten Link zum Bestellsystem rum. Schließlich twittert der Veranstalter selbst diesen Link. Dann Run auf die Tickets. Alle 800 Early-Bird- und Blogger-Tickets sind in 45 Minuten verlauft. Keine Chance für diejenigen, die zwar zum Verkaufsstart (Montag, 10 Uhr) online sind, jedoch nicht den kompletten Twitter-Stream verfolgen können. Ärgerlich.Das Modell der early Bird Tickets ist ja sinnvoll, damit schon ziemlich früh Tickets für eine Veranstaltung gebucht werden, die noch ziemlich in der Zukunft liegt. So kaufen schon sehr früh diejenigen, die sowieso dort hin wollen, und dazu noch die etwas unentschlossenen. Ersparnis und ein vergleichsweise geringer Preis hilft ihnen bei der Entscheidung. Für den Veranstalter bedeutet das Liquidität, mit der das Event besser vorfinanziert werden kann. So weit so gut, win-win, könnte man denken.

Ärgerlich jedoch, wenn ganze Interessenten-Gruppen – alle digital natives und Blogger, die zwar den Ticket-Verkaufsstart ebenso wie endende Ebay-Auktionen in den Tagesplan einplanen können, jedoch nicht ständig im Twitter-Stream sein können – gar keine reale Chance haben, diese liminiterten Tickets zu bekommen.

In der Erwartung, dass das WiFi dieses Jahr auf der Veranstaltung funktioniert, und dass meine Normalpreis-Tickets gegen welche ausgetauscht werden, auf denen die richtigen Namen aufgedruckt sind, hoffe ich auf interessanten Input und Content im Mai 2013.

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