Reisen

Kirchenruine in Arnsdorf

Milkow Miz Kitty reist mit dem Grafen – Tag 10 #2

20130721-160429.jpg
Auf dem Rückweg von Mala Upa zum Schloss kamen wir wieder einmal durch den Ort Milkow, der früher Arnsdorf hieß. Ziemlich oft sind wir hier schon durchgefahren und immer wieder ist uns dieser Ort unangenehm aufgefallen. Es ist hier einfach so vergammelt, dass sich schlimmste Polen-Klischees bestätigen. In Milkow gibt es direkt an der Straße die Ruine einer Kirche, ohne Dach, innen bewachsen und daher nicht mehr begehbar. Dahinter unsortiert ein paar Grabsteine mit deutschen Namen, daneben ein ganz passabler polnischer Friedhof. Viele andere Häuser in Milkow sehen zwar nicht so ruinös aus wie diese kirche, haben aber deutliche Tendenz dahin. Normalerweise fotografiere ich ja nicht klischeebestätigende Dreckecken in Schlesien, weiß ich doch, wie traumatisiert zumindest die Älteren hier sind, wenn sie deutsche Autos sehen, aus denen jemand mit dem Fotoapparat aussteigt und fotografiert. Nun, hier machte ich eine Ausnahme. Ich musste mir diese klassizistisch-barocke Kirchenruine, aus der die Bäume rauswachsen, einmal näher anschauen. Schließlich war das mal ein imposanter Bau und keine schnell wegfaulendes Holzkirchlein. Es ist eine ehemalige evangelische Kirche, und die brauchten die Polen ja als Katholiken nicht. Also ist 1980 das Dach eingestürzt und das Ergebnis sehen sie auf den Fotos…

20130721-160502.jpg

Wir sind einmal um das Kirchegebäude rumgeschlichen und haben einmal reingeschaut. Zwei Meter, soweit das eben ging, da innen alles zugewachsen ist. Als wir zurückschlichen, wurden wir schon beobachtet. Deutsche mit der Kamera, die fleißig fotografieren. Ok, besser schnell weiterfahren. Milkow bleibt also der Ort, der für das Polen-Klischee zuständig ist.

▸▸▸ Mehr Fotos

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.