Design & Typo

graftypo in super

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An diesem Wochenende war ich in Weimar. Der Buchstaben wegen. Nein nicht der von Goethe und Schiller, sondern ich war beim dritten Walbaum-Wochenende der Pavillon-Presse, einem kleinen Druckkunst-Museum in Weimar. Benannt nach Justus Erich Walbaum, dem Gestalter und Schriftgießer der klassizistischen Antiqua, die seinen Namen trägt. Also nicht nur die Herren G. und Sch. hatten es in Weimar mit Buchstaben.

Das Walbaum-Wochenende bestand aus Vorträgen und Diskussionen zum Thema Schrift in der DDR. Heute haben wir dann noch ein Plakat gedruckt und gesetzt.

graftypo in super?– Na klar, gesetzt in der Schrift Super Grotesk. Immer und immer wieder wurde sie verwendet, bis zur Wende. In der alten BRD gab es sie nicht. Laien halten sie ohnehin für eine Futura. Es ist quasi die DDR-Futura. Darüber und über DDR-Typo demächst noch ein ausführlicher Beitrag hier im Blog.

Freilich können Sie auch in graftypo ist super korrigieren. Die Bedeutung ist dann eine ganz andere, aber doch ebenso zutreffend ;)))

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Papiertüte falten

klotzbodenbeutel

Hier möchte ich ein Video-Tutorial vorstellen, in dem ich zeige, wie man eine Papier-Tragetasche, vulgo Papiertüte, falten kann.

Diese Tüten nennt man auch Klotzbodenbeutel, und viele haben sich schon über diesen Begriff gewundert, steht er doch bei bestimmten Supermärkten auf dem Kassenzettel, wenn man sich für ein paar Cent eine ganz normale, braune Papiertüte zum Transport des Einkaufs geben lässt.

Tüten basteln ist nun nicht wirklich mein Metier, aber ich kenne – wie das im grafischen Gewerbe so ist – die üblichen Vepackungen ganz gut. So auch den Klotzbodenbeutel. Bitte mit einem L nach dem K schreiben! Vor ein paar Tagen besuchte ich eine Veranstaltung, auf der jemand zeigte, wie man mit ein paar Knicken schnell einen Bogen Papier in eine professionell anmutende Papiertüte, einen Klotzbodenbeutel, verwandelt. Gut, das kannte ich schon. Ich habe es vor vielen Jahren gelernt. Jetzt habe ich ein Video dazu erstellt, weil in diesem Blog – man würde es nie vermuten – der Beitrag über Tischaufsteller, der am meisten aufgerufene ist. Warum so viele Menschen nach Tischaufstellern suchen und Tischtaufsteller basteln wollen? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht wollen sie auch Tüten herstellen?

→Zur Anleitung auf Youtube

Die Tüte kann aus jeder Art von Papier gefaltet werden. Aus alten Plakaten werden so schnell individuelle Geschenkverpackungen. Genauso gut kann man zum Beispiel alte Druckbögen, Kalenderblätter, Tapetenreste oder einfach nur buntes Papier verwenden. Viel Spaß beim Tüten falten.

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Neue Rubrik:
Der Tag im Bild

der-tag-im-bild-05

Der Tag im Bild. So heißt die neue Rubrik der Netznotizen. Die Idee dazu habe ich schon länger, umgesetzt habe ich sie erst in der letzten Woche. Es geht um folgendes: Seit ich aktiv Smartphones nutze, fotografiere ich recht viel damit. Tonnen von Fotos sammeln sich inzwischen auf meiner Festplatte, und es werden täglich mehr. Oft sind es Motive, die ich aus irgendwelchen Gründen – meist, weil ich dem Motiv im Moment des Fotografierens eine Bedeutung beimaß oder einfach nur die Situation, den Ort und in der Rückschau auch den Zeitablauf bildlich festhalten wollte.

Was mache ich nun mit all den Bildern? Diese Frage stellte ich mir schon öfter. Natürlich, ich könnte sie bei Twitter, Facebook oder Instagram einstellen, vielleicht auch bei Ello. Das tue ich auch, manchmal öfter, machmal in Maßen. Instagram ist eher für schöne Fotos gedacht, während bei Twitter und Facebook zu viele Bilder die Timeline zumüllen. Außerdem hoste ich meine Fotos am liebsten selbst im Netz.

Der Tag im Bild zeigt Fotos, die an einem Tag entstanden sind. Es ist weder an jedem Tag die gleiche Anzahl, noch veröffentliche ich jeden Tag Bilder. Nach und nach entsteht jedoch eine kleine Chronik. Grob betrachtet, steckt in Der Tag im Bild die Idee von #12von12. Nur nicht am 12., nicht 12 Bilder und nicht bei Instagram.

Einige Fotos werde ich wie bisher auf Twitter, Facebook und Instagram posten, zudem auch die Links zu den Der-Tag-im-Bild-Beiträgen hier. Seien Sie gespannt.

Der Tag im Bild. Hier. Oder über das Hauptmenü.

 

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STER-Supersale

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Typografische Lösungen, die nicht funktionieren. 

Immer wieder gibt es die Gestaltungsvariante, dass ein Buchstabe in einem Logo, einer Wortmarke oder in einem Text durch ein grafisches Symbol ersetzt wird. So etwas funktioniert – fast nie.

Oft hat dieses Symbol, da es sich vom Rest der Schrift unterscheiden soll, einen deutlich anderen Duktus, eine ganz andere Anmutung als die Schrift selbst, in der es einen Buchstaben gut ersetzen soll. Es wirkt wie ein Fremdkörper. Die Lesbarkeit und schnelle Erfassbarkeit des Textes bleiben auf der Strecke. So wie in diesem Beispiel des Oster-Supersale der Galleria Kaufhof.

Die Schlussfolgerung kann nur lauten: Finger weg von diesen Logo-, Wortmarken- und Textgestaltungen, in denen ein Buchstabe durch ein grafisches Symbol ersetzt wird.

Freilich kann man sich die mangelhafte Lesbarkeit und Erfassbarkeit schönreden oder auf namhafte Grafik-Designer und Agenturen verweisen, die es auch tun. Nur, das Ergebnis wird objektiv nicht besser, nur weil viele andere den gleichen Fehler machen. Tun Sie es also nicht.

In diesem Sinne: Frohe 😀stern.

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Auf dem Weg zum Zug

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… fotografiert

Das Netz ist inzwischen voll damit. Schriftzüge, Schilder und Beschriftungen – neudeutsch und englisch Lettering – erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch ich habe einiges an Typo-Fotos auf meiner Festplatte, die noch auf eine Veröffentlichung warten. Gestern war ich auf der Buchmesse in Leipzig und spät abends sehe ich im Laufschritt auf dem Weg zum Zug – der letze nach Berlin – diese Fassadenbeschriftung, offensichtlch aus älteren Zeiten. Die Löcher für die Neonröhren sind noch vorhanden, die Röhren jedoch längst verschwunden. Nicht außergewöhnlich, aber dennoch fotografierenswert. Auch, wenn das Licht denkbar schlecht war, mit blendender Straßenlaterne auf der einen Seite, ich fotografierte die Beschriftung aus alten Zeiten. Wer weiß, vielleicht ist sie weg, wenn ich das nächste mal wieder in Leipzig bin. Also: Moseline.

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Gestickt

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Heimtypo mag ich nicht wirklich, das schrieb ich Ihnen bereits hier. Ausnahmen gibt es natürlich, zum Beispiel bestickte Handtücher. So habe ich am letzten Wochenende wieder etwas Typo in ein Handtuch gestickt. Die Bicolor-Schrift, die ich verwendet habe, ist zumindest nicht alltäglich. Man kann heute in DTP-Zeiten zwar schnell jede Computerschrift in Pfade umwandeln, die einzelnen Buchstaben zerschneiden und in unterschiedlichen Farben sticken. Könnte ich. Mache ich vielleicht später, dann jedoch mit einer komplett handgezeichneten Schrift.

Viel einfacher und ohne den Aufwand des Zerschneidens vektorisierter Buchstaben ist die zweifarbige Wortmarke @graftypo entstanden. Es handelt sich um die Schrift Zebra. Sie wurde vom Schriftgestalter Karlgeorg Höfer entworfen und später vom Schriftenlabel P22 digitalisiert. Diese Schrift funktioniert so, dass es neben einer allgemeinen, einfarbigen Version zwei Schriftschnitte (bzw. Schriftdateien) Zebra A und Zebra B gibt. Beide enthalten von jedem Buchstaben nur einen Teil. Platziert man über ein in Zebra A gesetztes Wort dasselbe Wort in Zebra B, so ergänzen sich die Buchstabenteile und es ergeben sich Buchstaben, die aus zwei unterschiedlichen Farben bestehen – so wie meine @graftypo-Wortmarke.

Karlgeorg Höfer hat die Schrift Zebra vor mehr als 50 Jahren entworfen und 1965 wurde sie von der Schriftgießerei D. Stempel AG als Bleilettern für den Buchdruck produziert. Die Bicolor-Anmutung wurde erreicht, indem Teile der Buchstaben als feine Linien schraffiert wurden. Gedruckt ergibt sich so ein Wechselspiel aus  dunklen und hellen Buchstabenteilen. Daher der Name der Schrift: Zebra. (Siehe auch die Notiz zu Zebra bei typografe.info)

Die Schrift Zebra kenne ich schon sehr lange. Auch Karlgeorg Höfer ist mir ein Begriff als einer der Altmeister der Schriftgestaltung und Kalligrafie. Zudem sehen Sie alle, werte Leser, täglich und immer eine von ihm entworfene Schrift, auf den Kfz-Kennzeichen der bundesdeutschen Autos. Diese uns damals als fälschungssicher präsentierte hat er nämlich auch entworfen.

Dass ich nun gerade für mein Handtuch auf Zebra kam, hat folgenden Hintergrund:  Vor einer guten Woche traf ich eine Berufskollegin, die im Bereich Kalligrafie, Schrift und Druchgrafik unterwegs ist. Sie hatte mit dem Kalligrafenpinsel eine schnelle Notiz geschrieben. Ich schaute hin, und – Gehirnratter, Synapsenverknüpfung – ich sah …, na klar, ein klein wenig von Zebra. Vielleicht auch nur, weil die Kollegin mir früher einmal erzählt hatte, sie hätte vor vielen Jahren an der Werkkunstschule Offenbach bei Karlgeorg Höfer studiert und er wäre einer ihrer Impulsgeber für die Beschäftigung mit Schrift und Kalligrafie gewesen.

So habe ich nach langer Zeit wieder einmal Berührung mit Zebra gehabt. Gedacht, gestickt, … Vermutlich ist es die einfachste Möglichkeit, eine Bicolor-Schrift zu sticken.

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Klischees

  
 Damals™, als es noch Schriften aus aneinandergereihten Bleibuchstaben gab und Wortmarken, Logos und Grafiken mit geätzen Klischees aufs Papier gebracht wurden. Lange vor dem charakterlosen, durchoptimierten 4c-Offsetdruck auf gestrichenem Papier zum Dumpingpreis und lange vor dem großen Druckereien- und Buchhändler-Zittern.

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Nerdkram-Unboxing

Wanderer Continental Reiseschreibmaschine mit Kursivschrift

Allerlei Gerätschaft befindet sich in meinem Fundus. Ab und zu finden ein paar Stücke neue Liebhaber und dafür kommt einiges hinzu. Glücklicherweise und zum Wohl von Miz Kitty sind es meidt recht kleine Gegenstände. Stifte, Schreibgeräte und alles, was mit Schrift zu tun hat.

Als jugendlicher Nerd hatte ich ein Faible für alte Radios, Fernseher und vor allem Spulentonbandgeräte. Wie ein Sammler habe ich sie freilich nicht gesammelt, sondern eher ausrangierte Geräte zusammengetragen. Dieses Interesse ließ spontan mit Anfang 20 durch ein Schlüsselerlebnis nach: Ich lernte einen Kommilitonen kennen, der das gleiche tat, nur professioneller. Er sammelte ausschließlich alte Radios und investierte ziemlich viel Geld ubd Zeit in dieses Hobby. Ab und zu fachsimpelten wir und eines Tages zeigte er mir seine Sammlung bei Mutti im Keller. Ein kleines Museum in mehreren Keller-Zimmern, den Röhrenradios sind ziemlich groß. Dieser Kommilitone wohnte freilich auch noch bei Mutti, zwei Etagen höher als seine Radios. Nein, so wollte ich nicht enden. Ich verschenkte meine zusammen getragenen Geräte.

Wenig später bekam Typo und Schrift in meinem Leben eine größere Bedeutung. Schreibgeräte sammelten sich an, andere habe ich tatsächlich gesammelt. Gut, dass sie klein sind und nicht groß wie Röhrenradios. 

Schreibmaschinen traten beruflich in mein Leben, gesammelt habe ich sie nicht. Der Größe wegen, sie kommen gleich hinter Röhrenradios … Dafür hatte ich drei IBM-Composer und setze (heute würde ich sagen: „geschrieben, nicht gesetzt“) damit noch gut, schnell und fehlerfrei, als Sie längst mit Ihrem Commodore 64 auf Nadeldrucker ausdruckten und ich längst auf meiner anderen Baustelle die ersten Postskripf-Drucker programmierte. 

Die IBM-Composer sind weg. Schade, sie waren mein Eintritt in die Druck- und Medienbranche, heute hätte ich sie vermutlich behalten. Damals waren sie einfach nur schwer, und zum Teil kaputt. 

Schreibmaschinen flogen mir in den letzen Jahrzehnten immer mal wieder zu. Sie haben schnell andere Liebhaber gefunden. Drei gibt es jedoch noch im Fundus. Der Schrift wegen, denn alle drei haben Schriften, die eben nicht Courier oder die übliche Schrift der mechanischen Schreibmaschine sind. Unbedeutende, aber eher seltene Exemplare.

Pardon, jetzt sind es vier. Vor ein paar Tagen sprang mich eine gut erhaltene Wanderer Continental Reiseschreibmaschine im weltgrößten Internet-Auktionshaus an. Kein besonderes Modell und auf Flohmärkten immer wieder anzutreffen. Aber: mit Kursivschrift. Das ist schon besonders, denn Schreibmaschinen mit Kursivschrift gab es nicht oft. Gekauft. Zum Preis eines Super-Budget-Tablets.

Nerdkram Unboxing
Allerlei Gerätschaft befindet sich in meinem Fundus. Ab und zu finden ein paar Stücke neue Liebhaber und dafür kommt einiges hinzu. Nun, glücklicherweise und zum Wohl von Miz Kitty sind es alles in allem recht kleine Gegenstände. Stifte, Schreibgeräte und alles, was mit Schrift zu tun hat gibt es in meinem Fundus.
Als jugendlicher Nerd hatte ich ein Faible für alte Radios, Fernseher und vor allem Spulentonbandgeräte. Wie ein Sammler habe ich sie freilich nicht gesammelt, sondern eher ausrangierte Geräte zusammengetragen. Nun, das Interesse an diesen Geräten ließ spontan mit Anfang 20 nach. Durch ein Schlüsselerlebnis: Ich lernte einen Kommilitonen kennen, der das gleiche tat, nur professioneller. Er sammelte ausschließlich alte Radios und investierte ziemlich viel Geld in dieses Hobby. Ab und zu fachsimpelten wir und eines Tages hat er mir seine Sammlung gezeigt, bei Mutti im Keller. Ein kleines Museum in mehreren Zimmern, Röhrenradios sind ja ziemlich groß. Dieser Kommilitone wohnte freilich auch noch bei Mutti, zwei Etagen höher als seine Radios. Nein, so wollte ich nicht enden. Ich verschenkte meine zusammen getragenen Geräte.
Wenig später kam Typo und Schrift in meinem Leben einer Bedeutung zu. Schreibgeräte sammelten sich an, andere habe ich tatsächlich gesammelt. Gut, dass sie klein sind und nicht groß wie Röhrenradios. 
Schreibmaschinen traten beruflich in mein Leben, gesammelt habe ich sie nicht. Der Größe wegen, sie kommen gleich hinter Röhrenradios, Sie wissen schon …
Dafür hatte ich drei IBM-Composer und setze damit noch gut, schnell, fehlerfrei, als Sie längst mit Commodore 64 auf Nadeldrucker ausdruckten und ich längst auf anderer Baustelle die ersten Postskripf-Drucker programmierte. Die IBM-Composer sind weg. Schade, heute hätte ich sie vermutlich behalten. Damals waren sie einfach nur schwer, und zum Teil kaputt.
Schreibmaschinen flogen mir immer mal wieder zu. Sie haben schnell andere Liebhaber gefunden. Drei gibt es noch im Fundus. Der Schrift wegen, denn alle drei haben Schriften, die eben nicht Courier oder die übliche Schrift der mechanischen Schreibmaschine sind. Unbedeutende, aber eher seltene Exemplare.
Pardon, jetzt sind es vier. Vor ein paar Tagen sprang mich eine gut erhaltene Wanderer Continental Reiseschreibmaschine im weltgrößten Internet-Auktionshaus an. Kein besonderes Modell und auf Flohmärkten immer wieder anzutreffen. Aber: mit Kursivschrift. Das ist besonders. Schreibmaschinen mit Kursivschrift gab es nicht oft. Gekauft. Zum Preis eines Super-Budget-Tablets.
Heute klingelte der Nachbar. Er hätte ein Paket. Es war die Schreibmaschine.
Freudiges Nerd-Unboxing an Sonntagmittag.
Nur, schreiben konnte man damit nicht. Irgendetwas hatte sich verklemmt. Eigentlich wollte ich einen Sonntagsspaziergang im Schnee machen, statt dessen wurde der Sonntagnachmittag jetzt mit einer vierstündigen Schreibmaschinenreparatur verbracht. An Ende war alles gut. Vielleicht blogge ich demnächst damit. So richtig wie früher. Mit der Maschine schreiben, abfotografieren und veröffentlichen. Liebhaber und dafür kommt einiges hinzu. Nun, glücklicherweise und zum Wohl von Miz Kitty sind es alles in allem recht kleine Gegenstände. Stifte, Schreibgeräte und alles, was mit Schrift zu tun hat gibt es in meinem Fundus.
Als jugendlicher Nerd hatte ich ein Faible für alte Radios, Fernseher und vor allem Spulentonbandgeräte. Wie ein Sammler habe ich sie freilich nicht gesammelt, sondern eher ausrangierte Geräte zusammengetragen. Nun, das Interesse an diesen Geräten ließ spontan mit Anfang 20 nach. Durch ein Schlüsselerlebnis: Ich lernte einen Kommilitonen kennen, der das gleiche tat, nur professioneller. Er sammelte ausschließlich alte Radios und investierte ziemlich viel Geld in dieses Hobby. Ab und zu fachsimpelten wir und eines Tages hat er mir seine Sammlung gezeigt, bei Mutti im Keller. Ein kleines Museum in mehreren Zimmern, Röhrenradios sind ja ziemlich groß. Dieser Kommilitone wohnte freilich auch noch bei Mutti, zwei Etagen höher als seine Radios. Nein, so wollte ich nicht enden. Ich verschenkte meine zusammen getragenen Geräte.
Wenig später kam Typo und Schrift in meinem Leben einer Bedeutung zu. Schreibgeräte sammelten sich an, andere habe ich tatsächlich gesammelt. Gut, dass sie klein sind und nicht groß wie Röhrenradios. 
Schreibmaschinen traten beruflich in mein Leben, gesammelt habe ich sie nicht. Der Größe wegen, sie kommen gleich hinter Röhrenradios, Sie wissen schon …
Dafür hatte ich drei IBM-Composer und setze damit noch gut, schnell, fehlerfrei, als Sie längst mit Commodore 64 auf Nadeldrucker ausdruckten und ich längst auf anderer Baustelle die ersten Postskripf-Drucker programmierte. Die IBM-Composer sind weg. Schade, heute hätte ich sie vermutlich behalten. Damals waren sie einfach nur schwer, und zum Teil kaputt.
Schreibmaschinen flogen mir immer mal wieder zu. Sie haben schnell andere Liebhaber gefunden. Drei gibt es noch im Fundus. Der Schrift wegen, denn alle drei haben Schriften, die eben nicht Courier oder die übliche Schrift der mechanischen Schreibmaschine sind. Unbedeutende, aber eher seltene Exemplare.
Pardon, jetzt sind es vier. Vor ein paar Tagen sprang mich eine gut erhaltene Wanderer Continental Reiseschreibmaschine im weltgrößten Internet-Auktionshaus an. Kein besonderes Modell und auf Flohmärkten immer wieder anzutreffen. Aber: mit Kursivschrift. Das ist besonders. Schreibmaschinen mit Kursivschrift gab es nicht oft. Gekauft. Zum Preis eines Super-Budget-Tablets.
Heute klingelte der Nachbar. Er hätte ein Paket. Es war die Schreibmaschine.
Freudiges Nerd-Unboxing an Sonntagmittag.
Nur, schreiben konnte man damit nicht. Irgendetwas hatte sich verklemmt. Eigentlich wollte ich einen Sonntagsspaziergang im Schnee machen, statt dessen wurde der Sonntagnachmittag jetzt mit einer vierstündigen Schreibmaschinenreparatur verbracht. An Ende war alles gut. Vielleicht blogge ich demnächst damit. So richtig wie früher. Mit der Maschine schreiben, abfotografieren und veröffentlichen.Fundus. Ab und zu finden ein paar Stücke neue Liebhaber und dafür kommt einiges hinzu. Nun, glücklicherweise und zum Wohl von Miz Kitty sind es alles in allem recht kleine Gegenstände. Stifte, Schreibgeräte und alles, was mit Schrift zu tun hat gibt es in meinem Fundus.
Als jugendlicher Nerd hatte ich ein Faible für alte Radios, Fernseher und vor allem Spulentonbandgeräte. Wie ein Sammler habe ich sie freilich nicht gesammelt, sondern eher ausrangierte Geräte zusammengetragen. Nun, das Interesse an diesen Geräten ließ spontan mit Anfang 20 nach. Durch ein Schlüsselerlebnis: Ich lernte einen Kommilitonen kennen, der das gleiche tat, nur professioneller. Er sammelte ausschließlich alte Radios und investierte ziemlich viel Geld in dieses Hobby. Ab und zu fachsimpelten wir und eines Tages hat er mir seine Sammlung gezeigt, bei Mutti im Keller. Ein kleines Museum in mehreren Zimmern, Röhrenradios sind ja ziemlich groß. Dieser Kommilitone wohnte freilich auch noch bei Mutti, zwei Etagen höher als seine Radios. Nein, so wollte ich nicht enden. Ich verschenkte meine zusammen getragenen Geräte.
Wenig später kam Typo und Schrift in meinem Leben einer Bedeutung zu. Schreibgeräte sammelten sich an, andere habe ich tatsächlich gesammelt. Gut, dass sie klein sind und nicht groß wie Röhrenradios. 
Schreibmaschinen traten beruflich in mein Leben, gesammelt habe ich sie nicht. Der Größe wegen, sie kommen gleich hinter Röhrenradios, Sie wissen schon …
Dafür hatte ich drei IBM-Composer und setze damit noch gut, schnell, fehlerfrei, als Sie längst mit Commodore 64 auf Nadeldrucker ausdruckten und ich längst auf anderer Baustelle die ersten Postskripf-Drucker programmierte. Die IBM-Composer sind weg. Schade, heute hätte ich sie vermutlich behalten. Damals waren sie einfach nur schwer, und zum Teil kaputt.
Schreibmaschinen flogen mir immer mal wieder zu. Sie haben schnell andere Liebhaber gefunden. Drei gibt es noch im Fundus. Der Schrift wegen, denn alle drei haben Schriften, die eben nicht Courier oder die übliche Schrift der mechanischen Schreibmaschine sind. Unbedeutende, aber eher seltene Exemplare.
Pardon, jetzt sind es vier. Vor ein paar Tagen sprang mich eine gut erhaltene Wanderer Continental Reiseschreibmaschine im weltgrößten Internet-Auktionshaus an. Kein besonderes Modell und auf Flohmärkten immer wieder anzutreffen. Aber: mit Kursivschrift. Das ist besonders. Schreibmaschinen mit Kursivschrift gab es nicht oft. Gekauft. Zum Preis eines Super-Budget-Tablets.
Heute klingelte der Nachbar. Er hätte ein Paket. Es war die Schreibmaschine.
Freudiges Nerd-Unboxing an Sonntagmittag.
Nur, schreiben konnte man damit nicht. Irgendetwas hatte sich verklemmt. Eigentlich wollte ich einen Sonntagsspaziergang im Schnee machen, statt dessen wurde der Sonntagnachmittag jetzt mit einer vierstündigen Schreibmaschinenreparatur verbracht. An Ende war alles gut. Vielleicht blogge ich demnächst damit. So richtig wie früher. Mit der Maschine schreiben, abfotografieren und veröffentlichen.

  

Heute klingelte der Nachbar. Er hätte ein Paket. Es war die Schreibmaschine.

Freudiges Nerd-Unboxing an Sonntagmittag.

Nur, schreiben konnte man mit dem jahrzehnte alten Gerät nicht. Irgendetwas hatte sich verklemmt. 

Eigentlich wollte ich einen Sonntagsspaziergang im Schnee machen. So wurde der Sonntagnachmittag jetzt mit einer vierstündigen Schreibmaschinenreparatur verbracht. An Ende war alles gut. 

Vielleicht blogge ich demnächst damit. So richtig wie früher. Mit der Maschine schreiben, abfotografieren und veröffentlichen. 

Und, ganz bestimmt ist sie langlebiger – mit Modewort ausgedrückt „nachhaltiger“ – als jedes  iPad. 

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