Reisen

Gräflich im Herrenhaus

Dänemark Soap – Tag 9

Nach dem Hotel-Desaster in Svendborg wurde gleich am morgen die Unterkunft für den nächsten Tag gesucht. Naja, das Hotel war schon irgendwie ok, der Nerd übertreibt gerne etwas und hasst es, ein Zimmer mit Internet zu mieten, was dann nicht funktioniert, und überhaupt Kabelnetz mit knapp über die Tischkante reichenden festgenagelten Kabeln geht ja nun gar nicht.
Jetzt also am liebsten Übernachtung im Herrenhaus, gräflich und ohne geschmacklose Büro-Plaste-Türdrücker. Das vor zwei Tagen bereits besichtigte Schloss Broholm stand zur Diskussion. Aufgrund der etwas finanziell eingeschränkten Lage waren dem Nerd dann 1795 Dänenkronen, was in etwa 240 Euro entspricht, dann doch zu viel für eine Nacht. Also, kurz ins dänische Bed- and Breakfast Heft geschaut, Juelsberg Herregaard gefunden, Doppelzimmer 850 Kronen, klingt günstig. Angerufen, nett mit der Hausherrin geschnackt. Wir können kommen. Ab nach Julsberg Herregaard.
Was uns erwartete, war mehr und schöner als das, was wir erwartet hatten. Ein Schloss im klassizistischen Stil, angenehm gestalteten Zimmern. Das ganze mit etwas, manchmal etwas mehr Patina, aber sehr schön und liebevoll gemacht. Frühstück in der ehemaligen Schlossküche. Schlosspark zum Spazieren und Flanieren, z.T. auch als Golf-Areal zu nutzen. Ausgedehnter Nachmittagsschlaf und abends Picknick im Schlosspark. Gräfliche Übernachtung im Bett ohne die nervige Zwei-Matratzen-Rille. Funktionierendes WiFi, das zudem noch schnell ist. Herrlich. Bei Gott in Frankreich kann’s nicht besser gewesen sein.

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