Reisen

Dänemark-Soap – Tag 3: Überweisung nach Deutschland

Nach – naja, sagen wir mal etwas herzhaft-deftigem – Frühstück in der Unterkunft bucht der Nerd via der sehr zu empfehlenden App von booking.com die Übernachtung für diesen Tag. Ein Strandhotel in Vejers Strand, Nähe Blavand, etwas oberhalb von Esbjerg an der Nordsee. Nerdesse checkt derweil einige geschäftliche Dinge. Eine zurückgebuchte Banküberweisung führt dann zu einem kühlen und nicht erquicklichen Telefonat. Die Verwandschaft in Deutschland soll den Vorgang übernehmen und schnell lösen, bevor irgendwelche Termine verstrichen sind. Oder eine Deutsche Bank bzw. Korrespondenzbank in Esbjerg suchen, und die Sache von dort aus lösen? Esbjerg hat bestimmt keine Deutsche Bank, und Korrespondenzbank bedeutet Rumtelefonieren und wie schnell die Überweisung dann ausgeführt wird und was es kostet? Keine Ahnung…

Während wir noch einmal zur Insel Römö fahren, kommt die Idee: Wir fahren von Römö mit der Fähre nach Sylt, suchen dort die Deutsche Bank, und überweisen von dort. Außerdem, wir waren beide noch nie auf Sylt und wollten dort schon immer mal hin. Und Nerdesse wollte immer schon mal mit der Fähre fahren. Gesagt getan. Zum Fähranleger, Auto geparkt, Fähre startet in wenigen Minuten. Traumhafte 40 Minuten dauernde Überfahrt. Fischbrötchen in List für den Nerd. Bus nach Westerland steht auch schon da, hält dort direkt an der Deutschen Bank. Bankgeschäft erledigt, Nerdesse entspannt sich langsam. Das scheint ein ungeplant schöner Tag zu werden.

Durch Westerland gestreift, ziemlich voll, nicht wirklich nobel, aber gute Mittelstands-Atmoshpäre. Der Strand Ölsardinen assoziierend. Mmh, irgendwie alles sehr schön und gediegen, wobei – wie der Nerd immer sagt – Vorurteile und Klischees kommen ja nicht irgendwo her. Die Rollatoren- und Botox-Dichte scheint auf der größten deutschen Nordseeinsel überdurchschnittlich hoch zu sein. Scherzhaft stellen wir fest, dass die Eröffnung eines Sanitätshauses für den gehobenen Bedarf eine gute Geschäftsidee zu sein scheint.

Auf dem Rückweg nach List senken der Nerd und die Nerdesse dann noch für eine Stunde den Altersdurchschnitt im gediegenen und sehr schönen Gögärtchen in Kampen. Nerdesse beschließt, dass wir hier im nächsten März – falls der Nerd wirklich am 33 km langen Sylt-Lauf 2012 teilnimmt – auf diesen Tag mit Champagner anstoßen.

Und damit das obligatorische Shopping an diesem schönen ungeplanten Tag nicht zu kurz kommt, macht der Nerd noch zwei Occasionskäufe, unmittelbar vor Abfahrt der Fähre in List: Eine Fleece-Jacke und ein Stetson-Hut zum Schutz von UV-Strahlung oder Regen. Nerd: 54€ für’n Hut. Nerdesse: Ist ein Stetson, der steht Dir aber echt gut. Ok, gekauft. Tut gleich gute Dienste auf der Fähre zurück nach Römö.

Sylt ist eine durchaus schöne Insel, für uns in manchen Teilen vielleicht etwas zu gediegen. Vielleicht reichen unsere 93 Jahre Lebenserfahrung auch noch nicht.

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