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Palast-Hopping 2014: Die Rückreise – Adersbacher Felsen, Hancova-Bouda und 8 kg Persil

adersbachDer Tag der Rückreise sollte nach dem Flop mit der letzten Unterkunft noch für etwas Sightseeing genutzt werden. Neben wunderschönen, kleinen Bergstraßen mit genialen Landschaftsansichten besuchten wir die Adersbacher Felsen. Skurril, wie da plötzlich riesige Sandsteinfelsen aus dem Boden kommen. Noch skurriler die Formen, und wie sich einzelne Bäume regelrecht an den Felsen festklammern und darauf noch gedeihen. Miz Kitty erinnerten die Felsen an das Elbsandstein-Gebirge und die Schrammsteine. Einige Fotos habe ich gemacht, freilich nicht reisebuchtauglich, aber nach dem Motto »wenn man schon mal hier ist«. Eine kleine Fotostrecke habe ich zusammengestellt. Schauen Sie ▸ hier.

Nach einer Stunde mit vielen anderen Touristen zwischen den Adersbacher Felsen ging es weiter in den Wintersportort Benecko, auf der tschechischen Seite des Riesengebirges. Miz Kitty war hier vor guten zehn Jahren einige Mal zum Skiurlaub und kennt aus dieser Zeit die Hančova Bouda. Ich wollte mir die Bouda einmal ansehen – vielleicht für spätere Erholung – und mindestens Kaffee trinken wollten wir hier. Wie Miz Kitty mir vorher schon erzählte, hebt sich dieses Lokal wohltuend von den anderen in Benecko ab. Das sollte ich eigentlich gar nicht schreiben, das ist Geheimtipp-Wissen. Statt Kaffee und Kuchen wurde es dann ein leckeres Schnitzel. Benannt ist die Hancova Bouda übrigens nach Bohumil Hanč, einem tschechischen Skilangläufer, der 26jährig im Jahr 1913 einen dramatischen Erfrierungtod starb.

hancova-boudaVon Benecko fuhren wir bei schönem Nachmittags- und Abendlicht an Liberec (Reichenbach) und Frýdlant vorbei, kurz durch Polen, und über Görlitz nach Berlin. Falls Sie verlassene Fabriken sehen möchten oder gar ruinöse Fabrikgrundstücke, zum Teil noch mit Architektur aus K.u.K-Zeiten kaufen möchten, rund um Liberec werden Sie fündig und haben die Auswahl. Wir müssen noch einmal klären, warum es hier so viele verfallene Fabriken gibt.

In Polen sind viele Supermärkte auch Sonntags bis 21 Uhr geöffnet. Ein letzter Stop also irgendwo im nirgendwo, an einem Supermarkt während der paar Kilometer, die wir durch Polen nach Görlitz fahren. Ziel: Zlotys ausgeben, vorrangig für Persil Color. Das hatte Miz Kitty geplant, von der Reise mitzubringen. Nach ihrer Aussage (mir fehlt da etwas der Überblick) ist es in Polen deutlich billiger als bei uns. Also, Urlaubsmitbringsel: zwei mal vier Kilo Persil. Auf der Packung steht, vier Kilogramm wären so ergiebig wie fünf. Schauen wir mal… In Zgorzelec, der früheren Oststadt von Görlitz wird noch einmal getankt. Etwas billiger ist das Benzin in Polen noch. Kurz vor der Tankstelle durchfahren wir eine Straßenunterführung mit einem Rundbogen. Déja-vu. Da bin ich schon mal durchgelaufen, sage ich zu Miz Mitty. Damals, als ich zweimal Halbmarathon in Görlitz gelaufen bin und die Strecke über Zgorzelec genau durch diese Brücke führte. Um Mitternacht sind wir in Berlin.

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Was Miz Mitty über Adersbach und die Hancova Bouda schreibt, lesen Sie hier.

 

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